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Creation  Volume 14Issue 4 Cover

Creation 14(4):16–19
September 1992

Creation magazine print - 1 yr new subn


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The Creation Answers Book
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Darwins wahre Botschaft: Haben Sie die übersehen?

von Carl Wieland

Der bekannte Professor Stephen Gould 1 von der Harvard University, USA, ist ein entschiedener Gegner der Schöpfungslehre (und ein Marxist); vielleicht ist er der beste Kenner der Geschichte des Evolutionsgedankens und aller Dinge aus dem Darwinschen Umfeld.

Ich bin froh, dass er und ich wenigstens über eine Sache die gleiche Auffassung haben - nämlich über die wahre Bedeutung von ‚Darwins Revolution.' Und wir stimmen auch darin überein, dass heute - etwa eineinhalb Jahrhunderte nach Darwin - die große Mehrheit der Menschen überall auf der Welt gar nichts davon wissen will. Gould stellt fest, dass Darwins Lehre ohne Plan, ohne Ziel und ohne Zweck ist - anders gesagt, sie ist reiner philosophischer Materialismus. Darwin selbst wusste das auch sehr gut und meinte es auch so.

Mit ‚Materialismus’ meint er nicht den Drang, mehr und noch mehr materielle Dinge zu besitzen, sondern den Glauben, dass Materie die einzige Realität ist. In diesem Glaubenssystem entstehen aus Materie, die man sich selbst überlässt, alle Dinge und auch das menschliche Gehirn. Dieses Gehirn erfand dann die Idee des Übernatürlichen, von Gott, vom ewigen Leben und so weiter.

Es ist naheliegend, dass Christen, die mit der Evolutionslehre einen Kompromiss schließen möchten und besonders solche, die andere ebenfalls dazu ermutigen, diese Auffassung nicht als die wahre Bedeutung des Darwinismus hinnehmen wollen. Solche ‚theistischen Evolutionisten’ glauben, sie könnten das ‚Baby’, die Evolution, akzeptieren (und so ihr Gesicht vor der Welt wahren), während sie das ‚Badewasser’, den Materialismus, ausgießen. Ich will hier nicht auf die vielen Gründe eingehen, warum die Idee der Evolution und der langen geologischen Zeitalter so zersetzend auf das biblische Evangelium einwirkt 2 (selbst, wenn die Evolution als Plan und Ziel von einem ‚Gott’ gesehen werden könnte).

Mein Ziel ist es (entsprechend dem von Gould, nur mit einem anderen Motiv), die Leute auf diesen sehr verbreiteten gedanklichen blinden Fleck hinzuweisen, damit sie aufwachen und merken, was Darwin wirklich meinte. Warum ist es wahr, wie Gould auch aufzeigte, dass sogar die große Mehrheit der evolutionsgläubigen Nicht-Christen nichts von der totalen Planlosigkeit von Darwins Lehre wissen will? Weil sie sich dann nicht länger mit dem Gefühl trösten kann, dass es irgendeine Art von Plan und Ziel in unserem Leben gibt. 3

Diese Mehrheit glaubt meist verschwommen (zugleich mit dem Glauben an die Evolution) an eine Art von unklarem, ätherischem, ausstrahlendem Gotteswesen - ähnlicher dem ‚die Kraft ist mit dir’ aus dem ‚Raumschiff Enterprise’ als dem persönlichen Gott der Bibel. Üblicherweise findet sie dann etwas Trost in einem unklaren Glauben zumindest an die Möglichkeit irgendeiner Art von Leben nach dem Tod; das erklärt den Erfolg der englischen Kinofilme ‚Flatliners’ und ‚Ghost’. 4

Gould scheint diese üblichen Ansichten als unglückliche, unlogische und unnötige Entgleisungen zu bedauern. Er geht natürlich von der Ansicht aus, dass die Evolution real ist. Er kennt die wahre Botschaft von Darwin , dass ‚da draußen nichts ist - es gibt nur Organismen, die darum kämpfen, ihre Gene an die nächste Generation weiterzugeben. Das ist alles.’ Es ist demnach Zeit für die Leute, ihre tröstenden Märchen aufzugeben und sich über die materialistische Bedeutung der Evolution klar zu werden.

Ich betrachte solche Annahmen (vom kosmischen Ziel in einer darwinistischen Welt, vom Leben nach dem Tod ohne Glauben an die Existenz des heiligen Gottes der Bibel) aus mehreren Gründen als traurige Hirngespinste. Sie führen die Menschen weg von den lebenswichtigen Wahrheiten der Schrift, von den Tatsachen, die uns der Schöpfer des Universums mitgeteilt hat. Es ist auch tragisch, dass bekennende Christen verleitet werden können, eine Philosophie (die Evolution) gut zu heißen, die von Grund auf dem wahren Kern des Christentums entgegengesetzt ist und die so viel Unheil in Kirche und Gesellschaft angerichtet hat.

Auf der Leiter nach oben

Die Evolutionsgläubigen aus allen Bildungsschichten neigen dazu, in Darwins Botschaft eine Weiterentwicklung zu höheren Stufen zu sehen; das ist für Professor Gould der Beweis für den überwältigenden Wunsch, Zweck und Plan in der Planlosigkeit der Evolution zu erkennen. Die Evolution wird üblicherweise als Leiter nach oben oder so ähnlich illustriert (sogar auf dem Umschlag einiger Übersetzungen von Stephen Gould, sehr zu seinem Ärger).

Warum ist das so?

Denken Sie an folgendes: Wenn das Evolutionsscenario wahr ist, dann trat der Mensch erst am Ende einer unaussprechlich langen Kette von Ereignissen auf. Er trat erst auf, nachdem 99,999% der Geschichte des Universums vergangen waren. Nachdem das Leben erschien, kam es in zwei Dritteln seiner Geschichte nicht über das Stadium der Bakterien hinaus, und für die Hälfte der restlichen Zeit blieb es beim einzelligen Stadium! Als Ausweg aus diesen offensichtlichen Ergebnissen (damit ist gemeint, dass in solchem evolutionären Universum das Auftreten des Menschen keinen Sinn hat und er nur zufällig dazukam), musste unsere Kultur, so argumentiert er, diese riesigen Zeiträume als eine Art Vorbereitungszeit für das mögliche Erscheinen des Menschen ansehen. Diese Auffassung ist brauchbar, wenn man an die Idee von der Weiterentwicklung zu höheren Stufen glaubt. Das Universum und dann die Organismen wurden immer ‚besser und besser’, bis wir schließlich auftraten.

Die Zerstörung des Mythos

Es gibt jedoch keinen Hinweis auf diese populäre Mythologie von ‚Evolution als Weiterentwicklung’ in Darwins ‚großartiger Idee.’ Die Veränderungen geschehen zufällig. Jene Organismen, die zufällig entstehen, weil sie ihrer Umgebung besser angepasst sind und deshalb eine bessere Chance haben, ihre Gene an die nächste Generation weiterzugeben, sind durch die natürliche Selektion begünstigt. Das ist alles. Dieser Theorie zufolge ist die Giraffe, die einen längeren Hals entwickelt, keine bessere Giraffe - nur eine mit längerem Hals. Bei gewissen Veränderungen in der Umwelt kann der längere Hals genauso leicht ein Nachteil sein. Somit ist es auch keineswegs ‚unvermeidlich’, dass Menschen oder intelligente denkende Wesen auftreten. Ich möchte zu Goulds Kommentaren meine Meinung hinzufügen, dass der Glaube an die Evolution als ‚vorwärts und aufwärts’ gerichtete Kraft, die erst zu uns und dann notwendigerweise auch zu größerer Intelligenz führt, viele Evolutionsanhänger so sicher macht, dass irgendwo da draußen intelligente Außerirdische sein müssen.

Radikal

Aber geht Gould nicht ein bisschen weit mit der Annahme, dass Darwin wusste, wie radikal antigöttlich seine Philosophie war? War er nicht doch ein liebenswürdiger, trotteliger Naturforscher, der gerade zur rechten Zeit am rechten Ort war und der durch das überzeugt wurde, was er auf den Galapagosinseln sah ?

Total falsch! Wenn das, was folgt, zu reaktionär klingt, dann denken Sie daran, dass Gould (zweifellos ein intellektueller Riese, der sehr sorgfältig recherchiert hat) mit seinen Ansichten nicht allein steht, und dass er Zugang zu unveröffentlichten Notizbüchern von Darwin aus der Zeit hatte, als Darwin ein junger Mann war. Daraus geht Folgendes hervor:

  1. Der Mythos von dem ‚liebenswürdigen, schwerfälligen Naturforscher, der zufällig auf die Evolution stieß, wurde durch eine Autobiographie gefördert, die Darwin für seine Kinder als Moralpredigt schrieb, in der er sich selbst bescheiden gab, und die nicht veröffentlicht werden sollte. Das war zur Zeit der Königin Victoria durchaus üblich. Seine Notizbücher erzählen eine andere Geschichte, nämlich die eines ehrgeizigen jungen Mannes, der wusste, dass er eine der radikalsten Ideen in der Geistesgeschichte hatte.
  2. Darwin bekam diese Idee nicht von den Galapagos- Finken - Gould meint sogar ‚er wusste überhaupt nicht richtig, ob sie Finken waren’. Über die Galapagos- Schildkröten sagt er, dass Darwin ‚diese Geschichte auch übersah und sie später nur rekonstruierte’. Bekam er die Idee durch Beobachtungen bei der Tierzucht? Peter Bowler schreibt aber in Nature (Band 353, 24, Oktober 1991, S.713), dass ‚viele jetzt annehmen, dass Darwins Analogie zwischen künstlicher und natürlicher Selektion ein Ergebnis später Einsicht ist.’ Woher kamen also die Ideen?

    Unmittelbar vor seinem berühmten ‚Einfall’ verbrachte Darwin viele Monate mit dem Studium der volkswirtschaftlichen Theorien von Adam Smith. Nach Smiths extremer Auffassung von der freien Marktwirtschaft führt der Kampf der Individuen um persönlichen Profit auf einem freien Markt (zum Beispiel durch Ausschalten leistungsschwacher Teilnehmer) zu einer geordneten, leistungsfähigen Wirtschaft. Obgleich sie nicht gelenkt wird, ist es so, als wäre dort eine ‚unsichtbare leitende Hand.’ Die ‚Vorteile entstehen als zufälliger Nebeneffekt des egoistischen Kampfes.’

    Es ist natürlich nicht schwer zu sehen, wo Darwin diese Idee auf die Natur übertrug. Das offensichtliche Design und die offensichtliche Ordnung in der Natur sind ein zufälligerNebeneffekt des egoistischen Kampfes mit dem Ziel, mehr Nachkommen zu hinterlassen.

  3. Warum wartete Darwin 20 Jahre, bevor er seine Ideen veröffentlichte? Wenn es nicht wegen seiner Bescheidenheit war (das ist ein anderer Mythos, den Gould zerstörte), dann ist es klar, dass er Angst hatte, etwas zu offenbaren. …
  4. War es sein Glaube an die Evolution? Nein. Evolution war eine durchaus übliche Vorstellung zu Darwins Zeit. Es war wegen der Bombe, von der er wusste, dass sie hinter seiner Theorie lag; gemeint ist der reine, radikale Materialismus.

    Er wusste schon als junger Mann, dass er ‚den Schlüssel zu einer der größten Reformideen der Geschichte hatte und er ging systematisch daran, jeden Wissenszweig von Psychologie bis Geschichte neu zu schreiben.’5 Offensichtliches Design ohne Designer zu erklären - das war der Schlüssel zu Darwins Theorie, nicht die Idee von der Evolution als gewöhnliche Abstammung.

  5. Es ist wahrscheinlich, dass dieser Angriff auf das Design eine Menge mit der Reaktion gegen Kapitän Fitzroy 6 auf der Beagle zu tun hatte. Der Kapitän hatte genau entgegengesetzte politische Ansichten wie Darwin. So war Darwin zum Beispiel ein eifriger Gegner der Sklaverei, während Fitzroy glaubte, Sklaverei sei etwas Gutes. Anscheinend hatte sich der gute Kapitän lange und redegewandt über Paleys Argument für Design ereifert 7, das gebraucht wurde, um viele seiner Ideen zu rechtfertigen. Es gab wohl nichts, was Paleys Argument besser zu Fall hätte bringen können als Darwins überzeugende Idee, dass Design ein zufälliger Nebeneffekt von anderen zufälligen Veränderungen ist.8
  6. Darwin wusste, dass seine Ansicht von der völligen Planlosigkeit natürlich nicht zielgerichteten Fortschritt einschließen konnte; Evolution mit zielgerichtetem Fortschritt ist die unrealistische Auffassung, die heute von so vielen ihrer Anhänger vertreten wird (besonders von Anhängern der theistischen Evolution). In Wahrheit ist es wohl so, dass er das Wort ‚Evolution’ erst in seinem letzten Buch von 1881 benutzte, als er den inzwischen populären Ausdruck für seine Idee gelten ließ. Die übliche Bedeutung von ‚Evolution’ zu jener Zeit bedeuteteFortschritt. In einem Brief an den Paläontologen Hyatt schrieb Darwin:
  7. ,,Ich kann nicht vermeiden zu folgern, dass es eine Tendenz zu zielgerichteter Entwicklung nicht gibt.“

  8. Darwins gelegentliche Erwähnung eines ‚Schöpfer’ in früheren Ausgaben vonThe Origin of Spezies scheint eine List gewesen zu sein, um die Auswirkungen seiner materialistischen Theorie zu dämpfen. Ernst Mayrs Buch über Darwin One Long Argument: Charles Darwin and the Genesis of Evolutionary Thought, Harvard, 1991, bestätigt auch, dass Darwins Erwähnung einer Absicht dazu diente, die Leser und seine Frau zu beruhigen. Seine frühen privaten Notizbücher zeigen, dass sein Materialismus gut verankert war. So nannte er sich in einem davon ‚O, du Materialist’ und schrieb: ‚Warum ist die Auffassung, dass das Denken ein Sekret des Gehirns ist, erstaunlicher als die Auffassung, dass die Schwerkraft eine Eigenschaft der Materie ist?’ Er stellte schon ganz deutlich heraus, dass die Idee von einem eigenen Gebiet des Geistigen Unsinn ist, was man auch daraus sehen kann, dass er sich selbst warnte, um seine Überzeugungen nicht zu offenbaren:

‚ ....vermeiden zu sagen, wie weit ich Materialist bin, nur sagen, dass Emotionen, Instinkte, erbliche Begabungen deshalb so sind, weil das Gehirn des Kindes dem der Vorfahren ähnelt.’

Im Jahre 1837, als Darwin erst 28 Jahre alt war, schrieb er in sein privates Notizbuch, auf Platos Ideen eingehend, dass unsere Gedanken der Präexistenz unserer Seele entspringen ‚lies Affen anstelle von Präexistenz.’ Er scheint leidenschaftlich die Ansicht von Alfred Wallace, dass hinter der Evolution zum Menschen ein ‚göttlicher Wille’ stand, bekämpft zu haben. 9

Zusammenfassend kann man sagen, dass sich Darwin vollständig darüber im Klaren war, dass seine Idee ein frontaler Angriff gegen die vorherrschende Annahme eines intelligenten Designers der Welt war. Er könnte sie wohl genau für diesen Zweck formuliert haben. Die Annahme von einem Gebiet des Geistigen jenseits der Materie scheint für ihn schon in jungen Jahren ein abwegiges Thema gewesen zu sein. Die erste Idee für seine Theorie von der natürlichen Selektion kam nicht von der Beobachtung der Natur. Seine Aufzeichnungen offenbaren auch manchmal, vielleicht nicht zufällig, eine besondere Antipathie gegenüber dem Gott der Bibel, besonders gegen sein Recht, Ungläubige in der Ewigkeit zu richten.

Darwin wusste, und die weltweit führenden Anhänger seiner Ideen wissen das auch, dass der Glaube an dieses Konzept Materialismus mit Großbuchstaben schreibt. Die Idee, dass es keinen Designer gibt, keinen Zweck, keine leitende Intelligenz, keinen fortschreitenden Plan - das sind keine nachträglichen Überlegungen zu Darwins Evolutionslehre, sondern ihr wahrer Kern. Nimm Darwins ‚Baby’ an, und das ‚Badewasser’ kommt in einem garstigen Gewand daher, wie der drastische Abfall des Glaubens in Kirchen zeigt, die mit der Evolution Kompromisse schließen.

Man kann nur beten, dass diese kirchlich gebundenen Evolutionsanhänger mehr und mehr den giftigen Kern der Frucht sehen, die sie nicht nur selbst schlucken, sondern zu deren Annahme sie auch noch andere ermutigen, und dass viele, die dem Glauben fern stehen, erkennen, dass es in einer evolutionären Welt keinen Plan gibt. Auf jeden Fall kennen wir heute so viele Anhaltspunkte gegen die Evolution. Die wahre Bedeutung des Lebens kann nur durch Jesus gefunden werden, den nichtevolutionären, wundertätigen Schöpfer, dessen ewiges Wort ‚wahr ist, von Anfang an.’

Quellenangaben und Anmerkungen

  1. Diesem Artikel ( und allen Zitaten ohne Quellenangabe) liegt der Mitschnitt eines Vortrags von Dr. Gould zugrunde, den er am 6. Juni 1990 an der Viktoria University in Wellington, Neuseeland, gehalten hat zum Thema: ‚Die darwinistische Revolution im Geistesleben.’ Zurück zum Text.
  2. Siehe Ken Hams Buch The Lie: Evolution, Master Books, El Cajon CA, 1987 Zurück zum Text. Siehe auch Einige Fragen an Anhänger der theistischen Evolution.
  3. Nach meiner Erfahrung ist der wahre Atheist sehr selten, auch unter den Menschen, die üblicherweise als Ungläubige bezeichnet werden. Die meisten Leute sind aber sehr schnell dabei, den heiligen Gott, der Schöpfer und Richter ist, abzulehnen (siehe Römer 1) und verweisen sofort als Entschuldigung auf die Evolution. Das lässt sie ihr eigener Richter sein und ihre ‚eigene Sache’ verfolgen. Der logischen Konsequenz der Evolutionslehre begegnen sie jedoch sehr zögerlich, weil sie dann nämlich jeden Sinn ihrer Existenz ablehnen müssen, wie in diesem Artikel ausgeführt ist. Zurück zum Text.
  4. Wo die Vermutung irgendeiner Art von Gericht nach dem Tode in die populäre Kultur eindringen kann, wird die biblische Lehre verdreht, dass wir alle sündig geboren sind und dass der Glaube an Jesus Christus der einzige Weg ist, dem zukünftigen Gericht zu entgehen. So wird uns zum Beispiel in dem FilmGhost der starke Eindruck vermittelt, dass der Held in irgendeine Art von Himmel eingeht (trotz Gotteslästerung, Hurerei und keiner Anspielung auf irgendeine christliche Wiedergeburt), während der andere, der nach dem Tode durch ominöse Schattengestalten in Angst und Schrecken versetzt wurde, schon als Erzschurke bekannt war. Die Botschaft ist, dass du ein sehr, sehr schlechter Kerl sein musst, sogar ein Mörder, um irgendeine Strafe zu erleiden. Zurück zum Text.
  5. Diese Beschreibung von Gould könnte leicht Darwins Bild zu einem extrovertierten Menschen verzerren und andere Seiten seines Charakters unbeachtet lassen. Dass er sowohl zurückhaltend als auch ehrgeizig war, zeigt sich durch seinen Aufschub von 20 Jahren (der wäre vielleicht länger gewesen, wenn Wallace nicht geplant hätte, dieselbe Idee zu veröffentlichen). Seine mysteriöse Krankheit (für lange Zeit als eine Form der Angstneurose angesehen) könnte auf den Konflikt zwischen diesen beiden Seiten seiner Veranlagung zurückzuführen sein. Zusätzlich lastete auf ihm natürlich der ungeheure Druck, eine Idee in die Welt setzen zu wollen, von der er gewusst haben muss, dass sie das ganze Konzept des biblischen Gottes in Millionen von Seelen auslöscht, wie aus diesem Artikel hervorgeht. Zurück zum Text.
  6. Entgegen einem anderen häufigen Missverständnis war Darwin nicht der Naturforscher des Schiffes - das war der Schiffsarzt McCormack. Darwin war als Gesellschafter des Kapitäns eingestellt (mit wissenschaftlicher Arbeit als akzeptierter Nebenbeschäftigung), weil er von hinreichendem sozialen Status für den aristokratischen Fitzroy war, der sonst den Konventionen dieser Zeit zufolge hätte alleine speisen müssen und sehr einsam gewesen wäre. Dafür musste sich Darwin alle jene Jahre ununterbrochen unterhalten lassen durch die Meinungen des alles beherrschenden Fitzroy. Man widersprach dem Kapitän nicht offen. Zurück zum Text.
  7. William Paley war damals ein höchst einflussreicher Denker und berühmt durch seine klassische Natural Theology. Seine bekannteste Argumentation betraf die Gegenüberstellung der maschinengleichen Präzision lebender Dinge und menschengemachter Maschinen. Wenn also die Herstellung einer Uhr einen intelligenten Uhrmacher erforderte, wie viel mehr brauchte dann die Natur einen intelligenten Schöpfer? Unglücklicherweise wurden solche Argumente auch benutzt, um deistische Ansichten des Universums zu begründen, die ihrerseits alle Arten sozialer Unterdrückung als göttlich unvermeidbar rechtfertigten. Paley verteidigte nicht die Schöpfungsgeschichte oder die Bibel als solche. Zurück zum Text.
  8. Dieses Scenario wird allgemein anerkannt in dem Opus der theistischen EvolutionPortraits of Creation von Van Till, Snow, Stek und Young, William B. Eerdmans Publishing Company, Grand Rapids, Michigan, 1990, S.22. Zurück zum Text.
  9. William Fix, The Bone Peddlers, Macmillan Publishing Company, New York, 1984, S. 213. Fix berichtet, dass Darwin an Wallace schrieb: ,Es ist schwer zu ertragen, dass ich nicht mit Ihnen übereinstimme...... ich hoffe, Sie haben Ihr eigenes und mein Kind nicht restlos umgebracht.’ (Wallace hatte ebenfalls die natürliche Selektion als Mechanismus für die Evolution vorgeschlagen). Zurück zum Text.

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