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Kam das Leben vom Weltraum auf die Erde?

von Russel Grigg
übersetzt von Markus Blietz (Janash.de)

NASA

The International Space Station

Viele Vertreter der Evolutionstheorie sind von der Idee besessen, dass das Leben irgendwie auf einem anderen Planeten entstand und dann durch das Weltall zur Erde gelangte. Sie sind davon aus zwei Gründen überzeugt:

  1. Sie können den Ursprungs des Lebens auf der Erde nicht erklären und sogar die „einfachste“ lebende Zelle besitzt eine Komplexität, die über alle menschliche Vorstellungskraft hinausgeht.
  2. Da man entsprechend dem Fossilienbericht Leben in immer noch tiefer liegenden Schichten,1 das heißt nach Vorstellung der Evolutionstheorie in immer älteren Sedimenten fand, gehen jetzt viele davon aus, dass das Leben nicht genügend Zeit hatte, um sich auf der Erde zu entwickeln; folglich wird ein Planet älter als die Erde benötigt.

Natürlich wird durch die Behauptung, dass das Leben auf einem anderen Planeten begann, das Problem der Evolutionstheorie, wie sich nämlich aus nicht-lebenden Chemikalien lebende Zellen gebildet haben könnten, nicht gelöst—man verschiebt es lediglich an einen anderen Ort.

Gesucht: Ein Planet wie die Erde!

Notwendige Voraussetzungen für Leben

NASA

photo of earth from space

Wenn es einen Platz für Leben, wie wir es von der Erde her kennen,2 irgendwo im Weltall gäbe, wäre der ideale Planet dafür einfach ein Planet unter denselben Rahmenbedingungen wie unsere Erde. Zu diesen Rahmenbedingungen zählen ein Stern sehr ähnlich unserer Sonne (d.h. ein besonders stabiler Stern),3 die richtige Entfernung vom Stern,4 sowie eine Umlaufbahn5 und Rotationsgeschwindigkeit,6 die einen geeigneten Temperaturbereich zur Verfügung stellen und damit das sogenannte „Goldilock“ Kriterium erfüllen, d.h. also weder zu heiß noch zu kalt. Ein anderes wesentliches Merkmal wäre die Gegenwart von flüssigem Wasser. Wasser in lebenden Zellen stellt ein flüssiges Medium dar, das notwendig ist, um Aminosäuren und andere organische Moleküle zu vermischen und zum Reagieren zu bringen.7

Man würde auch eine Atmosphäre ohne giftige Gase benötigen,8 die tödliche Dosen von Ultraviolett-, Röntgen-und Gammastrahlung absorbieren oder reflektieren könnte, sowie ein magnetisches Feld, das stark genug wäre, den Sonnenwind (einen Strom hochenergetischer, geladener Teilchen) abzulenken.9 Komplexes Leben würde darüber hinaus Sauerstoff in genau dem richtigen Verhältnis benötigen. Insgesamt ist die Erde ein Planet maßgeschneidert für Leben.10

Mars

Früher glaubten einige Forscher noch, dass die vorgenannten Bedingungen auf dem Mars einst erfüllt waren, so dass Leben möglich gewesen wäre. Jedoch akzeptieren dies heute viele Wissenschaftler nicht mehr. Insbesondere wird von den meisten Wissenschaftlern heute die Hypothese, dass ein kleiner „Mars Meteorit“, der 1984 in der Antarktis gefunden wurde, fossilierte Mars-Mikro Organismen enthalten haben soll, abgelehnt.11,12 Und trotz Behauptungen, es hätte Überschwemmungskatastrophen auf dem Mars gegeben, mehren sich die Zweifel, dass der Mars jemals so warm und so feucht war wie oft angenommen.

Natürlich wird durch die Behauptung, dass das Leben auf einem anderen Planeten begann, das Problem der Evolutionstheorie … nicht gelöst—man verschiebt es lediglich an einen anderen Ort.

Ein weiterer Rückschlag für die echten „Evolutions-Gläubigen“ war die Analyse von Meteoriten, von denen man annahm, dass sie ursprünglich vom Mars kamen. Es stellte sich nämlich heraus, dass die Schwefel-Isotope, die in ihnen nachgewiesen wurden, von chemischen Reaktionen in der Atmosphäre und nicht von Bakterien her rührten.13 Eine weitere Enttäuschung waren die letzten beiden Mars Missionen der NASA, sowie der Verlust der Landefähren.

Es gibt in der Tat keinerlei Hinweise darauf, dass das Leben vom Mars kam. Ebenso wenig gibt es Hinweise darauf, dass es von Europa, einem der Jupitermonde, kam: Auf Europa befindet sich zwar möglicherweise flüssiges Wasser, aber ansonsten weist Europa—wenn überhaupt—kaum über weitere der notwendigen Voraussetzungen für Leben auf.

Die Suche nach anderen Planeten14

Die Astrobiologie (oder Exobiologie, das Studium beziehungsweise die Suche nach extraterrestrischem Leben) hat vor kurzem eine starke Belebung erfahren, nachdem Forscher zwei neue Methoden entwickelt hatten, um extrasolare Planeten zu entdecken, das heißt Planeten, die um Sterne außerhalb unseres Sonnensystems kreisen.

Die Methoden

Planeten leuchten nicht in ihrem eigenen Licht, sondern reflektieren das Licht des Sterns, den sie umkreisen. Da dieses reflektierte Licht nur ein Milliardstel der Lichtstärke des umkreisten Sterns betragen kann, wurden indirekte Verfahren entwickelt, um derartige Planeten „sichtbar“ zu machen.

Während ein Planet um einen Stern kreist, üben Planet und Stern jeweils entgegengesetzte Gravitationskräfte aufeinander aus. Die Kraft, die der Planet auf den viel schwereren Stern ausübt, führt dazu, dass sich der Stern geringfügig auf den Planeten zubewegt, während dieser sich um den Stern dreht. Von der Erde kann dies als ein periodisches beziehungsweise regelmäßig wiederkehrendes „Hin-und-Her-Zappeln“ des Sterns beobachtet werden.15,16

Eine andere Methode besteht darin, dass ein Planet das gelblich-weiße Leuchten des Sterns geringfügig verdunkeln kann, wenn er periodisch vor ihm vorüberzieht. Um dies nachzuweisen, muss sich ein Beobachter auf der Erde in exakt der gleichen Ebene befinden wie der Planet des extrasolaren Systems.

Was hat man gefunden?

Basierend auf theoretischen Überlegungen zum „Hin-und-Her-Zappeln“ des Sterns und unter Verwendung spezieller Beobachtungsinstrumente und Computerprogramme waren Forscher in der Lage, die Entdeckung von 573 extrasolaren Planeten (Datum 9. August 2011) bekanntzugeben. Darunter befand sich auch das erste extrasolare Sternsystem mit drei Planeten (kreisend um den Stern Upsilon Centauri, ungefähr 44 Lichtjahre von der Erde entfernt).17

Keiner der beanspruchten extrasolaren Planeten erfüllt auch nur ein einziges der Kriterien, die für das Aufrechterhalten von Leben notwendig sind. Aus diesem Grund wird die Suche nach erdähnlichen Planeten fortgesetzt (soweit wir wissen, hat die Erde die optimale Größe für einen Planeten, um Leben zu beherbergen). Ein erdähnlicher Planet würde—bei gleicher Entfernung—auf den Stern in etwa nur ein 3/100 der Gravitationskraft von Jupiter ausüben, da Jupiter 318 mal schwerer wie die Erde ist, und folglich wäre das „Hin-und-Her-Zappeln“ des Sterns zu gering, um es mit den derzeit zur Verfügung stehenden Geräten nachzuweisen. Weitere Forschungen werden betrieben.

Noch mehr Probleme

Selbst wenn ein extrasolarer Planet in der Lage wäre, Leben zu beherbergen, könnte ein Gesteinsbrocken von diesem Planeten kein Leben zu unserer Erde transportieren. Dafür sprechen eine ganze Reihe von schwerwiegenden Problemen. Diese sind im Einzelnen:

Ein Felsbrocken von einem erdähnlichen Planeten in einer vergleichsweise geringen Entfernung von nur 40 Lichtjahren würde über eine Million Jahre benötigen, um zur Erde zu gelangen.

1. Die Notwendigkeit, die Fluchtgeschwindigkeit zu erreichen

Damit ein Felsbrocken (oder Raumschiff) sich aus dem Bereich der Anziehungskraft der Gravitation seines Mutterplaneten losreißen kann, muss er die sogenannte Fluchtgeschwindigkeit erreichen. Für die Erde beträgt diese 11,18 km pro Sekunde. Im Fall des Mars beträgt sie 5,02 km pro Sekunde. Da Vulkane kein Material mit so hohen Geschwindigkeiten ausstoßen, gehen Wissenschaftler davon aus, dass Felsbrocken durch den Einschlag gewaltiger Asteroiden vom Planeten abgesprengt und in den Weltraum befördert werden müssen.

2. Die Tyrannei der Entfernung

Der nächste Stern von unserer Sonne aus ist Alpha Centauri. Er ist 4,37 Lichtjahre entfernt, was bedeutet, dass das Licht, das sich mit 300.000 km pro Sekunde fortbewegt, 4,37 Jahre benötigt, um die Erde zu erreichen. Das ist eine Entfernung von 40 Millionen Millionen km. Falls ein erdähnlicher Planet Alpha Centauri umkreisen würde und ein Felsbrocken von seiner Oberfläche mit der Fluchtgeschwindigkeit der Erde abgesprengt würde, würde er 115.000 Jahre benötigen, um die Erde zu erreichen.18

Ein Felsbrocken von einem erdähnlichen Planeten in einer vergleichsweise geringen Entfernung von nur 40 Lichtjahren (entsprechend einem 1/2500 des Durchmessers der Milchstraße), würde über eine Million Jahre benötigen, um zur Erde zu gelangen.

Sequence of images showing impact of Shoemaker-Levy comet fragments on Jupiter

Serie von Zeitraffer-Aufnahmen, die mehrere Einschläge von Bruchstücken des Kometen Shoemaker Levi auf der Oberfläche des Jupiter zeigt. Die Photographien lassen gewaltige Einschlagszonen auf dem riesigen Gasplaneten unmittelbar nach der Kollision erkennen, in einigen Fällen größer als die Erde.

3. Weitere Schwierigkeiten

„Die Strahlung würde die DNS auf einer interstellaren Reise zerstören“ sagt Francis Cucinotto des Johnson Space Centers der NASA in Houston.19 Andere Risiken wären: das Aushalten der Temperatur des Weltraums nahe dem absoluten Nullpunkt ohne einen isolierenden Raumanzug; das Fehlen von Nährstoffen und/oder Sauerstoff im Vakuum des Weltalls ohne ein versorgendes Raumschiff; der Eintritt in die Erdatmosphäre ohne einen schützenden Hitzeschild (es wurde gezeigt, dass Bakterien in der Regel beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen20); und schließlich der Einschlag auf der Erde ohne einen abbremsenden Fallschirm.

Einen Eindruck von den Kräften, die bei einem solchen Einschlag frei werden, konnte man in der katastrophischen Kollision von 20 Bruchstücken des Kometen Shoemaker Levi mit dem Planeten Jupiter im Zeitraum vom 16. bis 22. Juli 1994 erhalten (siehe die Bilder rechts).

Alles in allem ist interstellare Raumfahrt für lebende Organismen nicht mehr als reines Wunschdenken.

Biblische Perspektiven

Es gibt keine biblischen oder moralischen Gründe dagegen, dass Gott nicht auch andere Planeten hätte bilden können, als er die Planeten unseres Sonnensystems am 4. Tag der Schöpfungswoche erschuf (1. Mose 1, 14–19).

Ob es hingegen Leben auf irgendeinem Planeten außer der Erde gibt, ist eine ganz andere Frage. Die Bibel lehrt, dass das Leben auf der Erde durch einen willentlichen Schöpfungsakt Gottes ins Dasein gerufen wurde (1. Mose 1, 11–27). Die Bibel lehrt uns auch, dass Gottes Absichten sich auf die Erde konzentrieren. Das heißt, Gott schuf die Erde (am ersten Schöpfungstag) bevor er „die Lichter am Himmel“ erschuf (am vierten Schöpfungstag), die „den Tag von der Nacht voneinander trennen“ sollten und „nach denen man die Jahreszeiten und auch Tage und Jahre bestimmen“ konnte (1. Mose 1, 14); d.h. sie wurden als Hilfe für die Menschheit erschaffen.

Mann und Frau wurden beide „im Bilde Gottes erschaffen“ (1. Mose 1, 27). Dies zeigt, zusammen mit anderen Faktoren, die einzigartige Bedeutung der Erde unter den Abermilliarden Sternen im gesamten Universum. Diese Faktoren sind: Der Sündenfall, die Menschwerdung, die Erlösung der Menschheit durch den einmaligen Opfertod und die Auferstehung von Jesus Christus, das zweite Kommen von Jesus Christus auf diese Erde und das kommende Gericht über die gesamte Menschheit. Dies steht im Gegensatz zur häufig von Vertretern der Evolutionstheorie herabgespielten Bedeutung der Erde.

Das oben Gesagte impliziert auch, dass Gott nirgendwo im Universum irgendwelche anderen Lebensformen erschuf.21

Falls dennoch eines Tages irgendeine Form von mikrobischem Leben auf dem Mars, auf Europa oder sonst wo in unserem Sonnensystem gefunden würde, wäre das kein Beweis dafür, dass es sich dort durch Evolution entwickelt hätte oder dort geschaffen worden wäre. Derartige Lebensformen könnten nämlich aus folgenden Gründen von der Erde gekommen sein:

  1. Wenn Felsbrocken vom Mars in Richtung Erde weggesprengt werden können, sollte nach dem Physiker Paul Davies22 auch der umgekehrte Prozess von der Erde zum Mars möglich sein
  2. Bakteriensporen könnten in der Lage sein, die im Vergleich zu interstellaren Reisen relativ kurze Fahrt zu überleben
  3. Sporen in der oberen Erdatmosphäre könnten in den Weltraum gelangen und dann durch den Sonnenwind zu einem anderen Planeten oder Mond getrieben werden
  4. Es besteht immer das Risiko, dass durch Landungen und Grabungen künstlicher Raumsonden auf anderen Planeten oder Monden diese mit Bakterien von der Erde kontaminiert werden

Enthusiastische Befürworter von Leben im Weltall pflegen in der Regel zu sagen: “Die Tatsache, dass Beweise fehlen, bedeutet noch nicht, dass es gar keine Beweise gibt“. Vielleicht haben sie in diesem Punkt recht. Doch dieselben Personen waren andererseits nie in der Lage, die berühmte Frage von Enrico Fermi, Nobelpreisträger in Physik im letzten Jahrhundert, zu beantworten. Diese Frage befasst sich mit der mutmaßlichen Existenz von außerirdischen Zivilisationen im Universum: „Ok, aber wo sind dann alle?“ Das SETI Institut, das die Suche nach außerirdischen Intelligenzen betreibt und dabei Instrumente einsetzt, die 28 Millionen Radiofrequenzen pro Sekunde absucht, konnte in über 50 Jahren kein einziges „intelligentes“ Signal aus dem Weltraum auffangen.

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