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Creation  Volume 20Issue 2 Cover

Creation 20(2):49–51
March 1998

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Betrug wiederentdeckt!

Es war schon lange bekannt, dass einer der erfolgreichsten Wegbereiter der Evolution einige Zeichnungen fälschte, aber erst jetzt wurde der atemberaubende Umfang seines Betruges aufgedeckt

von Russell Grigg

Die meisten Leute haben gehört oder es wurde ihnen gesagt, dass der menschliche Embryo während der Entwicklung im Mutterleib in den ersten Monaten verschiedene evolutionäre Stadien durchläuft (rekapituliert), beispielsweise mit Kiemen wie ein Fisch, einem Schwanz wie ein Affe etc.

Dieser Gedanke wurde nicht nur Generationen von Biologie- und Medizinstudenten als Tatsache vorgelegt, sondern er wurde auch viele Jahre lang benutzt, um die Abtreibung überzeugend zu rechtfertigen. Abtreibungsärzte behaupteten, dass sich das ungeborene Kind, das getötet werden sollte, noch im Fisch- oder Affenstadium befände und noch kein menschliches Wesen sei.

Der Gedanken der embryonischen Rekapitulation wurde energisch von Ernst Haeckel seit dem Herbst 1860 vertreten, um Darwins Evolutionslehre in Deutschland durchzusetzen, obwohl er gar keine Hinweise hatte, um seine Ansichten zu belegen.1

Fabrizierte Daten

Weil Hinweise fehlten, begann Haeckel, Daten zu fabrizieren. Er veränderte in betrügerischer Weise Zeichnungen anderer Wissenschaftler von Menschen- und Hunde-Embryos, um die Ähnlichkeit zwischen ihnen hervorzuheben und die Verschiedenheiten zu verstecken. Wir berichteten über diesen besonderen Betrug in einer der letzten Ausgaben vom Creation magazine.2

Haeckels deutsche Zeitgenossen (besonders im Jahre 1874 Wilhelm His sen., Professor für Anatomie in Leipzig) bemerkten diesen Betrug und brachten ihn zu einem bescheidenen Eingeständnis, in welchem er den Zeichner für Ungeschicklichkeit verantwortlich machte - ohne zuzugeben, dass er selbst der Zeichner war.2

In den letzten 70 Jahren haben die meisten sachkundigen Evolutionsvertreter begriffen, dass die Rekapitulationstheorie falsch ist.3

Trotzdem wird sie immer noch als Beweis für die Evolutionslehre in vielen Büchern und besonders in Enzyklopädien verwendet; auch Evolutionsverbreiter wie der verstorbene Carl Sagan verwendeten diese Theorie.4

Aber warten Sie - es kommt noch mehr

Haeckel’s famous set of 24 drawings purporting to show eight different embryos in three stages

Bildunterschrift: Haeckels berühmte (schändliche) Tafel mit 24 Zeichnungen, die acht verschiedene Embryos in drei Entwicklungsstadien zeigen sollen, so wie sie 1874 in Deutschland von ihm in seinem BuchAnthropogenie veröffentlicht worden ist.

Wenn Evolutionsvertreter sagen, dass die Rekapitulationstheorie falsch ist, erkennen sie meistens nicht an, dass der Vergleich von Embryos keinen Hinweis gibt auf die gemeinsame Abstammung. Tatsächlich betonen sie noch häufig die angenommenen Ähnlichkeiten zwischen den Embryos und ihren frühen Stadien (genannt Homologie von Embryonalstadien) als Beweis für Evolution. Diese Vermutung beruht auf dem Gedanken, dass solche Ähnlichkeiten Allgemeinwissen sind.5

Die angeblich ähnlichen Embryos hatten jahrelang, absichtlich oder unabsichtlich, auf einer Tafel von Haeckel geruht; er hatte 24 seiner Zeichnungen zuerst 1866 in seiner Generellen Morphologie der Organismen veröffentlicht und dann im Jahre 1874 wiederholt in seiner bekannteren Anthropogenie (siehe: unter). Dort wird behauptet, es seien Embryonen von Fisch, Salamander, Schildkröte, Huhn, Schwein, Kuh, Kaninchen und vom Menschen in drei Stadien der Entwicklung dargestellt.

Die verschiedenen Stadien, besonders die frühen, zeigen beachtliche Ähnlichkeiten. Seitdem diese Zeichnungen erschienen, wurde angenommen, dass sie den realen Embryos von Wirbeltierarten entsprechen, so genau, dass sie heute noch in Lehrbüchern und volkstümlichen Werken über Evolution erscheinen.6,7

Tatsächlich hat sich keiner die Mühe gemacht, das nachzuprüfen - bis jetzt. Erst jetzt stellt sich heraus, dass Haeckels Betrug viel schlimmer war als irgendjemand erkennen konnte. Es betrifft nicht nur die Rekapitulation, es zeigt sich, dass die Ähnlichkeiten viel, viel kleiner sind als jeder dachte.

Betrug aufgedeckt und begutachtet

Fotos von Michael Richardson (zweiten reihe)

Haeckel's drawings of several different embryos, compared with reality

Richardson sagt, er hatte immer den Eindruck, dass irgendetwas mit Haeckels Zeichnungen nicht stimmt, weil sie nicht zu seiner [Richardsons] Vorstellung von der Art und Weise passten, wie Fische, Reptilien, Vögel und Säugetiere ihre charakteristischen Eigenschaften entwickeln. Er konnte keine Berichte finden, dass jemand tatsächlich die Embryos einer Art mit der einer anderen Art verglichen hatte: „es hatte keiner irgendwelche Vergleichsdaten zitiert um die Idee [von Haeckel] zu bestätigen.“

Michael Richardson, ein Dozent und Embryologe an der St. George’s Hospital Medical School in London hat diesen weiteren Betrug aufgedeckt und in einem Artikel in der Zeitschrift für Anatomy and Embryology veröffentlicht,8 der vor kurzem in Science9 und in New Scientist10 rezensiert wurde.

Er stellte dann ein internationales Team zusammen, um genau das zu tun, nämlich um „die äußere Form von Embryonen aus einem großen Bereich von Wirbeltieren in einem Stadium, das vergleichbar mit den von Haeckel dargestellten Embryonen ist“, zu prüfen und zu fotografieren.8

Das Team stellte Embryos von 39 verschiedenen Tierarten zusammen, auch von Beuteltieren aus Australien, Laubfröschen aus Puerto Rico, Schlangen aus Frankreich, und von einem Alligator aus England. Man fand, dass die Embryos von verschiedenen Arten sehr verschieden sind. Tatsächlich sind sie so verschieden, dass die Zeichnungen von Haeckel (von ähnlich aussehenden Embryos von Mensch, Kaninchen, Salamander, Fisch, Huhn etc.) unmöglich nach realen Embryos gemacht worden sein konnten.

Nigel Hawkes interviewte Richardson für The Times (London)11. In einem Artikel, der Haeckel als „embryonischen Lügner“ bezeichnet, zitiert er Richardson:

„Das ist einer der schlimmsten Fälle von wissenschaftlichem Betrug. Es ist schockierend, wenn man herausfindet, dass jemand, den man für einen großen Wissenschaftler gehalten hat, die anderen ganz bewusst in die Irre führt. Das macht mich wütend…, Haeckel zeichnete einen menschlichen Embryo und kopierte ihn und täuschte damit vor, dass Embryonen vom Salamander und vom Schwein und von allen anderen im selben Entwicklungszustand genauso aussehen. Sie tun das nicht… es ist eine erschwindelte Gleichheit.“11

Fotos von Michael Richardson

More of Richardson's photographs of embryos

Bildunterschrift: Weitere Embryonen-Fotografien im selben Entwicklungsstadium (tailbud) und im selben Maßstab von Richardson zeigen die gewaltigen Unterschiede zwischen den verschiedenen Arten. (Von links: Petromyzon marinus, Acipenser ruthenus, Bufo bufo, Erinaceus europaeus, Felis catus, Manis javanica, Canis familiaris.)

Haeckel veränderte die Zeichnungen nicht nur durch Hinzufügen, Weglassen und Verändern von Merkmalen, sondern, wie Richardson und sein Team sagen:

„er schummelte beim Maßstab, um die Ähnlichkeiten zwischen den Arten hervorzuheben, sogar bei über zehnfachen Unterschieden in der Größe. Außerdem verwischte er Unterschiede dadurch, dass er den Namen der Arten in den meisten Fällen nicht angab, so als ob ein Vertreter ausreichend sei für eine ganze Klasse von Tieren.9

Ernst Haeckels Zeichnungen wurden von Professor His im Jahre 1874 als Betrug erkannt; das war zwar berücksichtigt in seinem Schein-Geständnis, aber Richardson meint:

„Haeckels Geständnis wurde vergessen, da seine Zeichnungen anschließend in einem 1901 erschienenen Buch „Darwin and After Darwin“ benutzt und in großem Umfang in biologischen Texten in englischer Sprache wiedergegeben wurden.“9,12

Wird jetzt ein Ruck durch Bibliotheken, Herausgeber und Verkäufer gehen, um Evolutions-Bücher aus dem Verkehr zu ziehen, sie neu zu schreiben oder um auf andere Weise die Tatsache anzuerkennen, dass die Idee der Ähnlichkeit der Embryonen, die auf eine Evolution hinweist, weitgehend auf einem akademischen Betrug beruht?

Die Embryo-Fotos in diesem Artikel wurden uns freundlicherweise von Dr. Michael K. Richardson überlassen. Sie erschienen ursprünglich in M.K. Richardson et al., ‘There is no highly embryonic conserved stage in the vertebrates: implications for current theories of evolution and development’ Anatomy and Embryology, 196(2): 91–106, 1997, Springer-Verlag GmbH & Co., Tiergartenstraße, 69121 Heidelberg, Deutschland. Hier mit Erlaubnis wiedergegeben.

Quellenangaben und Anmerkungen

  1. Die scheinbare Ähnlichkeit mancher Embryonen hat schon die Aufmerksamkeit verschiedener Zoologen vor Haeckel wie J.F. Meckel (1781–1883), M.H. Rathke (1793–1860) und Etienne R.A. Serres (1786–1868) erregt. Sie vermuteten, dass Embryonen höherer Tiere Stadien durchlaufen, die vergleichbar sind mit den erwachsenen Exemplaren niederer Tiere; K. von Baer (1792–1876), der an die Schöpfung glaubte, widersetzte sich dieser Auffassung und trat auch energisch gegen den Darwinismus auf. (Encyclopaedia Britannica, 1:789, 1992). Haeckel machte die Idee bekannt mit seinem eingängigen Satz: „Die Ontogenese rekapituliert die Phylogenese“ (und meinte damit, dass der menschliche Embryo im Mutterleib alle die Entwicklungsstufen durchläuft, die der Mensch bei seinem sogenannten evolutionären Aufstieg aus einer primitiven Kreatur angenommen hatte.). Zurück zum Text.
  2. R. Grigg, „Evangelist“ für Evolution und „Apostel“ für Betrug, Creation 18(2):33–36, 1996. Zurück zum Text.
  3. So sagte etwa der Evolutionsvertreter Stephen J. Gould: „Die Theorie [der Rekapitulation] und ihre Auswirkungen bei der Klassifikation sind erledigt oder sollten heute nicht mehr aufrecht erhalten werden.“ Dr Down’s Syndrome, Natural History, 89:144, April 1980, zitiert in Henry Morris, The Long War Against God, Baker Book House, Michigan, p. 139, 1989. Zurück zum Text.
  4. Z.B. World Book Encylopedia, 6:409–410, 1994; Collier’s Encyclopedia, 1994, 2:138, 1994; Carl Sagan, The Dragons of Eden, Book Club Associates, London, S. 57–58, 1977. Zurück zum Text.
  5. Schöpfungsvertreter haben seit Jahren darauf hingewiesen, dass Ähnlichkeit kein Beweis für gemeinsame Vorfahren ist, aber sie kann von einem gemeinsamen Design herrühren, von gemeinsamen Konstruktionsmerkmalen etc. Siehe DNA Similarity of Humans and Chimps—does it prove common ancestry? Zurück zum Text.
  6. Z.B. Scott Gilbert, Developmental Biology, Sinauer Associates, Massachusetts, 5. Auflage, S. 254 und 900, 1997, wo Gilbert irrtümlicherweise die Zeichnungen „Romanes 1901“ zuschreibt. Und George B. Johnson, Biology, Mosby-Year Book, St Louis, S. 396, 1992. Zurück zum Text.
  7. Z.B. zeigt Mahlon Hoagland and Bert Dodson, The Way Life Works, Ebury Press, London, S. 174, 1995, Haeckels Zeichnungen in allen Farben, nicht weniger! In Richard Leakey, Illustrated Origin of Species, Faber and Faber, London, S. 213, 1986, wird Haeckel’s Rekapitulations-Dogma als „irreführend” bezeichnet, aber trotzdem werden die Zeichnungen abgebildet. Zurück zum Text.
  8. Michael Richardson et al, Anatomy and Embryology, 196(2):91–106, 1997. Zurück zum Text.
  9. Elizabeth Pennisi, Haeckel’s Embryos: Fraud Rediscovered, Science 277(5331):1435, 5. September 1997. Zurück zum Text.
  10. Embryonic fraud lives on, New Scientist 155(2098):23, 6. September 1997. Zurück zum Text.
  11. Nigel Hawkes,The Times (London), S.14, 11. August 1997. Zurück zum Text.
  12. Schöpfungsvertreter wussten immer von Haeckels Betrug, aber nicht notwendigerweise von seinem Umfang. Siehe Ian Taylor, In the Minds of Men, TFE Publishing, Toronto, S. 185ff., 275ff., 1986; Wilbert H. Rusch Sr, Ontogeny R0ecapitulates Phylogeny, Creation Research Society, 6(1):27–34, June 1969; Douglas Dewar, Difficulties of the Evolution Theory, Edward Arnold & Co., London, Kapitel VI, 1931. Ebenso Assmusth and Hull, Haeckel’s Frauds and Forgeries, Bombay Press, India, 1911. Zurück zum Text.

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