Durchbruch bei radiometrischer Datierung
von Carl Wieland
Vor einigen Jahren begannen führende Geologen und Physiker, die Schöpfungsvertreter
sind, mit einem detaillierten Forschungsprojekt: Radioaktivität und das Alter der
Erde (RATE). Dieses RATE-Projekt begann als Gemeinschaftsunternehmen zwischen dem
Institute for Creation Research (ICR), der Creation Research Society of USA (CRS)
und Creation Ministries International (CMI).1
Nach Vorlage der von Experten begutachteten Arbeiten auf dem ICC (International
Conference on Creationism) im Jahre 2003 wurde klar, dass RATE einige fantastische
Fortschritte mit realen Durchbrüchen auf diesem Gebiet gemacht hat.
Geringes Alter für „uralte“ Granite
Als der PhysikerDr. Russell Humphreys noch an den
Sandia National Laboratories arbeitete (jetzt arbeitet er vollzeitlich für ICR),
waren er und Dr. John Baumgardner (noch bei Los
Alamos National Laboratory) überzeugt, dass sie die Richtung kannten, in der man
suchen musste, um das Puzzle zu lösen, warum die radiometrische Datierung immer
Alter von Millionen und Milliarden Jahren ergab.
Andere hatten versucht, eine Antwort in geologischen Vorgängen zu finden, dass nämlich
dies Muster verursacht wird durch die Art und Weise, wie das Magma eingebettet wurde
oder wie es kristallisierte. Das ist tatsächlich in einigen Fällen die Lösung2,3.
Aber Dres. Humphreys und Baumgardner war klar, dass es in anderen Fällen viele voneinander
unabhängige Hinweise gab, die vermuten ließen, dass ein riesengroßer radioaktiver
Zerfall tatsächlich stattgefunden hat (hier sind die vielen verschiedenen Arten,
die bei der üblichen Datierung mit Radio-Isotopen verwendet werden, auch eingeschlossen,
wie die Datierung mit Uran-Radiohalos und die Spaltspurendatierung). Man kann sich
nur schwer vorstellen, dass man diese Hinweise allein durch geologische Vorgänge
erklären kann. Eher ist es wahrscheinlich, dass die Lösung die nuklearen Zerfallsprozesse
selbst betrifft.
Im Augenzeugenbericht von Gottes Wort kommen die Milliarden Jahre, die durch die
riesigen Beträge von radioaktiven Zerfallsprozessen nahe gelegt werden, nicht vor.
Deshalb war es klar, dass die Annahme von einem konstanten langsamen Zerfallsprozess
falsch ist. Es muss einen beschleunigten Zerfall gegeben haben, vielleicht durch
einen gigantischen Ausbruch während der Schöpfungswoche und/ oder durch einen separaten
Ausbruch während der Sintflut.
Es gibt jetzt einen starken, kräftigen Hinweis, dass es wenigstens einen Zeitabschnitt
von drastisch beschleunigtem Zerfall gegeben hat, wie die Arbeiten von Dr. Robert
Gentry über Helium in Zirkonen zeigen. Die grundlegende RATE-Arbeit4, obgleich technisch, kann wie folgt zusammengefasst
werden:
- Wenn Uran zu Blei zerfällt, entsteht als Nebenprodukt Helium, ein sehr leichtes,
inertes Gas, das aus dem Gestein leicht entweicht.
- Bestimmte Kristalle, die Zirkone, erhält man durch Bohrungen in sehr tiefliegenden
Granit; sie enthalten Uran, das teilweise zu Blei zerfallen ist.
- Wenn man die Menge vom Uran und vom durch Zerfall entstandenen Blei in diesen Kristallen
misst, kann man unter der Annahme, dass die Zerfallsrate konstant geblieben ist,
berechnen, dass 1,5 Milliarden Jahre vergangen sein müssen (das entspricht dem geologischen
Alter, das dem Granit, in dem diese Zirkone gefunden werden, zugeordnet wurde).
- Jedoch befindet sich noch eine signifikante Menge Helium von diesem „1,5 Milliarden
Jahre“ währenden Zerfall innerhalb der Zirkone. Das ist auf den ersten Blick
für alle, die an eine alte Erde glauben, überraschend, weil man erwartet, dass Helium
aus den Zwischenräumen im Kristallgitter mit Leichtigkeit entweichen kann (mit seinen
winzigen, leichten und nicht reagierenden Atomen). Es sollten eigentlich kaum Atome
zurückgeblieben sein, weil bei einer so langsamen Entstehung das Helium gleichmäßig
herausdiffundiert wäre und sich nicht angesammelt hätte.
- Man kann aus dem oben Gesagten natürlich nur Schlüsse ziehen, wenn man die tatsächliche
Entweichgeschwindigkeit von Helium in Zirkonen kennt. In den RATE-Arbeiten wird
berichtet, dass die Proben zur Messung an einen weltbekannten Wissenschaftler für
Heliumdiffusion in Mineralen gesandt wurden (er wusste nicht, dass die Untersuchungen
für ein Schöpfungsprojekt waren).
Die konsequente Antwort: Helium diffundiert tatsächlich über einen weiten Temperaturbereich
schnell aus dem Kristall. Tatsächlich lassen die Ergebnisse erkennen, dass die Kristalle,
wenn sich in ihnen noch Helium befindet, nicht älter als 14 000 Jahre sein können
(und da es sich um Precambrium Basement Granit handelt, kann man das Ergebnis auf
die ganze Erde übertragen). Anders gesagt: in nur ein paar tausend Jahren hat ein
1, 5 Milliarden Jahre dauernder Zerfall (mit heutigen Zerfallsraten) Platz. Die
Daten wurden weiter bearbeitet und führten dann interessanterweise zu einer Zeitangabe
von 5 680 ± 2000 Jahren.
In der Arbeit werden die zahlreichen Auswege diskutiert, die jemand, der an eine
alte Erde glaubt, haben mag um sich den kraftvollen Folgerungen zu entziehen, aber
es scheint wenig Hoffnung dafür zu geben, es sei denn, man könnte zeigen, dass die
benutzten Arbeitsmethoden schwer mit Fehlern behaftet sind.
Weitere Überraschungen mit Radiokarbon
Ein anderer dramatischer Durchbruch hat mit Radiokarbon zu tun. Es ist lange bekannt,
dass sich Radiokarbon (Kohlenstoff 14 oder 14C) häufig und zuverlässig
in Proben (von Kohle, Öl, Gas etc.) findet, die Milliarden Jahre alt sein sollen.
Es sollte aber doch bei seiner kurzen Halbwertszeit in höchstens einigen zehntausend
Jahren praktisch zu Null zerfallen sein5.
So hat zum Beispiel CMI in den letzten Jahren Radiokarbonanalysen von einer Reihe
von Holzproben aus „alten“ Fundorten in Auftrag gegeben und finanziert (z.B.
Proben mit Fossilien aus dem Jura, Proben aus dem Innern des Trias-Sandstein und
Proben, die durch tertiären Basalt angebrannt wurden). Die Arbeiten wurden vom damaligen
Mitarbeiter, dem Geologen Dr. Andrew Snelling in Creation magazine und in
Journal of Creation veröffentlicht. Eine
Kontamination der Analysenproben war ausgeschlossen; in jedem Fall lag das Ergebnis
im Bereich von Tausenden von Jahren, es war also noch 14C in der Probe
vorhanden, „wo es nicht drin sein sollte“. Diese Ergebnisse ermutigten den
Rest vom RATE-Team, 14C weiter zu erforschen, aufbauend auf Literaturdurchsicht
von dem Physiker und Schöpfungsvertreter Dr. Paul Giem.
In einer anderen sehr wichtigen Arbeit fassten Wissenschaftler der RATE-Gruppe sachdienliche
Tatsachen zusammen und stellten weitere experimentelle Daten vor6. In fast allen biologischen Proben, ganz gleich
wie alt sie auch sein sollten, war messbares 14C vorhanden. Das begrenzt
tatsächlich das Alter der abgelagerten Biomasse auf höchstens 250 000 Jahre, und
wenn man berücksichtigt, dass vor der Flut das Verhältnis von radioaktivem zu normalem
Kohlenstoff wahrscheinlich viel niedriger war als heute7,
liegt das errechnete Alter in der Nähe des biblischen Rahmens.
Interessanterweise scheinen Proben, welche ganz bestimmt vorsintflutlich anmuten,
auch noch 14C zu haben und, und das ist wichtig, sie weisen niedrigere
relative Beträge von 14C auf. Das lässt vermuten, dass etwas14C
ursprünglich, seit Anbeginn, vorhanden war und nicht durch die Höhenstrahlung entstand;
das begrenzt das Alter der Welt auf nur wenige tausend Jahre.
Es scheint eine besonders eindrucksvolle Unterstützung gewesen zu sein, als Dr.
Baumgardner fünf Diamanten auf 14C analysieren ließ. Es war das erste
Mal, dass so etwas versucht wurde, und die Antwort war positiv – 14C
war vorhanden. Von Evolutionsvertretern wurde vermutet, dass die Diamanten, die
tief in der Erde entstanden waren, über eine Milliarde Jahre alt sind. Trotzdem
enthielten sie radioaktiven Kohlenstoff, den sie, wenn die Milliarden Jahre stimmen
würden, „nicht haben sollten.“
Das ist ein äußerst bemerkenswerter Hinweis, weil es im Kristallgitter des Diamanten
besonders starke Bindungen gibt (deshalb ist er das härteste bekannte Material),
deshalb sollte atmosphärische oder biologische Kontamination im Innern nicht vorhanden
sein.
Das Radiokarbonalter des Diamanten von 58 000 Jahren ist deshalb eine obere Grenze
für das Alter der ganzen Erde. Und das ist völlig vereinbar mit den Helium-Diffusions-Ergebnissen,
über die oben berichtet wurde, die aber noch anzeigen, dass die obere Grenze tatsächlich
wesentlich geringer ist.8,9
Viele 14C-Forscher haben keine reale Lösung für das Problem, dass alle
unermesslich alten Proben, die sie messen, noch 14C enthalten. Wenn man
dieses entdeckte 14C mit solchen Worten wie Kontamination und Hintergrundstrahlung
bezeichnet, ist das nicht hilfreich, um seine Quelle zu erkennen, wie die sorgfältigen
Analysen und Diskussionen der RATE-Gruppe gezeigt haben. Aber es gibt überhaupt
keine Probleme oder Rätsel, wenn die uniformitaristischen langen Altersannahmen
auf die Seite gelegt werden und die wahre Geschichte der Welt, die die Schrift uns
lehrt, ernst genommen wird. So ist es einfach zu erklären: 14C ist da,
weil es noch keine Zeit hatte zu zerfallen. Die Welt ist noch nicht so alt.
Die 14C Ergebnisse sind eine unabhängige und kraftvolle Bestätigung der
überwältigenden Helium-Diffusions-Ergebnisse. Das Jahr 2003 scheint ein schlechtes
Jahr für Megachronophilisten (Freunde langer Alter) zu sein, aber ein gutes Jahr
für die Freunde von Gottes Wort.
Quellenangaben und Anmerkungen
- Der Anteil des australischen Partners war hauptsächlich die
Unterstützung der fachlichen Kompetenz des Geologen Dr. Andrew Snelling. Seit er jedoch seine Arbeit bei ICR aufnahm,
wird das Projekt zu Recht als ein Verbundprojekt von ICR und CRS geführt.
Zurück zum Text.
- Snelling, A.A., The failure
of U-Th-Pb ‘dating’ at Kongarra, Australia, Journal of Creation
9(1):71–92, 1995. Zurück zum Text.
- Walker, T., The Somerset Dam
Igneous complex, south-east Queensland, Honours thesis [1st class Honours
or summa cum laude awarded], Department of Earth Sciences, University of Queensland,
1998 Zurück zum Text.
- Humphreys, D. et al., Helium
diffusion rates support accelerated nuclear decay, <www.icr.org/research/icc03/pdf/Helium_ICC_7-22-0.3pdf>,
16. October 2003 Zurück zum Text.
- Sogar mit den empfindlichsten AMS-Techniken, die heute benutzt
werden, sollte es nicht möglich sein, ein 14C Atom nach 250 000 Jahren
zu finden. Zurück zum Text.
- Baumgardner J. et al., Measurable
14C in fossilized organic materials: confirming the young earth creation-flood model, <www.icr.org/research/icc03/pdf
RATE_ICC_Baumgardner.pdf>, 16. October 2003 Zurück zum Text.
- Faktoren, die das Verhältnis herabsetzen: (1) mehr 12C
in der Biosphäre, herrührend von dem viel größeren Betrag von pflanzlichem und tierischem
Leben auf dem Planeten, (2) möglicherweise geringere 14C-Produktion wegen
des starken magnetischen Feldes, das die Höhenstrahlung besser ablenkt, (3) das
durch die Höhenstrahlung gebildete 14C wurde in die Schöpfung eingebaut,
und in nur 1600 Jahren vor der Flut war das Gleichgewicht noch nicht erreicht. Zurück zum Text.
- Chaffin, E., Accelerated decay: Theoretical models, in: Ivey,
R.L., Jr., Ed., Fifth International Conference on Creationism, Creation
Science Fellowship, Pittsburgh, Pennsylvania, S. 3–15, August 2003; <www.icr.org/research/icc03/pdf/RATE_ICC_Chaffin.pdf>,
16. October 2003 Zurück zum Text.
- Es wird erwartet, dass die radioaktive Zerfallsrate proportional
zur Länge der Halbwertszeit zunimmt. Verglichen mit der Zerfallsrate von beschleunigtem
Zerfall von Uranatomen mit Halbwertszeiten von Milliarden Jahren ist dann die Zerfallsrate
von beschleunigtem Zerfall von 14C mit einer Halbwertszeit in der Größenordnung
von 5000 Jahren viel geringer; das würde erklären, warum noch etwas von dem ursprünglichen
14C übrig geblieben ist. Andere Arbeiten von RATE-Wissenschaftlern auf
dem ICC 2003 beschäftigten sich mit theoretischen Grundlagen für beschleunigten
Zerfall und gaben auch weitere stützende Hinweise von Isochron-Daten für diesen
nicht konstanten Effekt. Das heißt, das „gute“ Isochronen, die für verschiedene
Zerfallsketten in derselben Gesteinsprobe erhalten wurden, die alle dasselbe „Alter“
anzeigen sollten, sich voneinander unterscheiden und einen größeren Effekt bei Isotopen
mit längeren Halbwertszeiten zeigen. Siehe Snelling, A.A. et al., Radioisotopes
in the diabase sill (Upper Precambrian) at Bass Rapids, Grand Canyon, Arizona: An
application and test of the isochron dating method, in: Ivey, R.L., Jr., Ed., Fifth
International Conference on Creationism, Creation Science Fellowship, Pittsburgh,
Pennsylvania, S. 269–284, August 2003; <www.icr.org/research/icc03/pdf/ICCBassRapidsSill_2-%20AAS_SA_and_WH.pdf>
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