Diamanten: die besten Freunde der Anhänger der Schöpfungslehre
Radiokarbon in Diamanten: Feind der Milliarden Jahre
Jonathan Sarfati
Kohlenstoff
Was haben hart funkelnde Diamanten und weiches mattes „Blei“ aus „Blei“stiften
gemeinsam? Sie sind beide Formen von Kohlenstoff (allotrope Formen). Die meisten
Kohlenstoffatome sind 12-mal schwerer als Wasserstoffatome (12C), ungefähr
eins von 100 ist 13-mal schwerer als ein Wasserstoffatom (13C) und nur
eins von einer Billion (1012) ist 14-mal schwerer als ein Wasserstoffatom
(14C). Von diesen verschiedenen Sorten (Isotopen) von Kohlenstoff nennt
man 14C Radiokarbon, weil es radioaktiv ist - es zerfällt mit der Zeit.
Radiokarbon-Datierung
Photo Mauricio Nascimento, www.sxc.hu
Manche versuchen, das Alter von Stoffen durch Messung des zerfallenen 14C
zu bestimmen. Viele Leute denken, dass die Radiokarbon-Datierung ein Erdalter von
Milliarden Jahren bestätigt.1 Aber
die Anhänger der Evolutionslehre wissen, dass das nicht möglich ist, weil 14C
zu schnell zerfällt. Seine Halbwertszeit (t½) beträgt nur 5730 Jahre
- das bedeutet, dass jeweils nach 5730 Jahren die Hälfte zerfallen ist. Nach zwei
Halbwertszeiten ist nur noch ein Viertel vorhanden, nach drei Halbwertszeiten nur
noch ein Achtel und nach zehn Halbwertszeiten weniger als ein Tausendstel.2 Tatsächlich würde also ein Klumpen
14C, der so schwer wie die Erde ist, in weniger als einer Million Jahre
restlos zerfallen sein.3
Wenn also Proben wirklich mehr als eine Million Jahre alt wären, würde darin kein
Radiokarbon mehr vorhanden sein. Und wir finden auch mit hochempfindlichen Meßgeräten
nichts. 4
Diamanten
Diamant ist der härteste bekannte Stoff, also sollte er im Innern sehr widerstandsfähig
gegen Kontamination sein. Diamanten bilden sich nur unter sehr hohem Druck - einem
Druck, den man nur tief unter der Erdoberfläche vorfindet. Sie haben sich also wahrscheinlich
in einer Tiefe von 100–200 km gebildet. Geologen nehmen an, dass die Exemplare,
die man findet, durch Vulkanschlote bei äußerst gewaltigen Eruptionen mit Überschallgeschwindigkeit5 an die Oberfläche befördert wurden.
Einige werden in diesen Schloten gefunden, etwa als Bestandteil von Kimberliten,
während andere durch Wassererosion freigesetzt und irgendwo abgelagert wurden (das
sind die Alluvial-Diamanten). Anhänger der Evolutionslehre nehmen an, dass sich
die Diamanten vor 1–3 Milliarden Jahren bildeten.5
Altersbestimmung der Diamanten
Die unerwartete Anwesenheit von Radiokarbon in diesen Diamanten ist deshalb ein
glänzender Hinweis auf eine junge Welt, von der uns die Bibel berichtet.
Der Geophysiker Dr. John Baumgardner von der RATE- Forschungsgruppe6
suchte in einer Anzahl von Diamanten nach 14C.7
Es sollte überhaupt kein 14C vorhanden sein, wenn sie wirklich mehr als
eine Milliarde Jahre alt wären, aber das Labor fand darin eine Menge 14C,
die mehr als zehnmal über der Nachweisgrenze lag. So ergab sich ein Radiokarbon-„Alter“
von viel weniger als einer Million Jahren! Dr. Baumgardner wiederholte den Versuch
mit sechs weiteren Alluvial-Diamanten aus Namibia, und diese enthielten sogar noch
mehr Radiokarbon.
Die unerwartete Anwesenheit von Radiokarbon in diesen Diamanten ist deshalb ein
glänzender Hinweis auf eine junge Welt, von der uns die
Bibel berichtet.
|
Einwendungen (technisch) und Antworten
- Die gemessenen 14C-Werte in den Diamanten stammen von der Hintergrundstrahlung
im Detektor. Dies zeigt, dass der Einwender das Meßverfahren nicht verstanden hat.
AMS misst keine Strahlung, sondern zählt Atome. Mit der veralteten Scintillationsmethode
konnte man nur zerfallende Atome zählen, und sie war erheblich weniger empfindlich.
In jedem Fall lag der Mittelwert des 14C/C-Verhältnisses von Dr. Baumgardners
Diamanten nahe 0,12 ± 0,01 pMC, und somit weit oberhalb der Strahlungswerte vom
gereinigten natürlichen Gas im Labor (0,08 pMC).
- Das 14C entstand beim Uranzerfall. (Diese Erklärung wurde vorgeschlagen
für das von Dr. Baumgardner in Kohle gefundene 14C; sie ist aber nicht
auf Diamanten übertragbar). Um das beobachtete 14C in Kohle zu erklären,
müßte die Kohle 99%Uran enthalten; man würde die Probe dann wohl eher Uran als Kohle
nennen.1
- Das 14C entstand beim Neutroneneinfang durch 14N-Verunreinigungen
in den Diamanten. Aber dadurch könnte im besten Fall nur etwa ein Zehntausendstel
vom gemessenen Betrag entstehen. Wenn es aber so wichtig wäre, dann sollte man auf
jeden Fall in großem Umfang Radiokarbon bei verschiedenen Stickstoff-Gehalten messen,
damit sich herausstellt, dass die Methode nutzlos ist. Und wenn die atmosphärische
Kontamination verantwortlich wäre, müßte der gesamte Kohlenstoffgehalt etwa jede
Million Jahre ausgewechselt worden sein. Aber falls das geschehen wäre, würden wir
sehr große Abhängigkeiten der Radiokarbon-Daten von Durchlässigkeit und Dicke der
Proben erwarten, die dann auch zeigen, dass die Methode nutzlos ist.1
Dr. Baumgardner dachte zuerst, dass das 14C von Anfang an da gewesen
sein müßte. Aber wenn der Kernzerfall beschleunigt wäre, etwa in den letzten 500
Millionen Jahren, könnte das einige der beobachteten Werte erklären. Tatsächlich
haben seine Kollegen von der RATE-Forschungs-Gruppe gute Hinweise für einen beschleunigten
Kernzerfall in der Vergangenheit finden können, was die radiometrische Datierung
unbrauchbar machen würde.
- Die Radiokarbon-Alter von Diamanten liegen mit 55 700 Jahren weit außerhalb der
biblischen Zeitskala. Das trifft nicht den Punkt: wir beanspruchen ja nicht, dass
dieser Wert das tatsächliche Alter ist; im Gegenteil, wenn die Erde gerade eine
Million Jahre oder sogar 4,6 Milliarden Jahre alt wäre, sollte überhaupt kein 14C
mehr vorhanden sein. Eine andere Sache ist es, dass die 55 700 Jahre auf einem angenommenen
14C-Betrag in der Atmosphäre basieren. Da weder Anhänger der Schöpfungs-
noch der Evolutionslehre denken, dass es einen Austausch von Kohlenstoff im Diamant
mit der Atmosphäre gegeben hat, ist es bedeutungslos, auf dem üblichen Weg das Alter
eines Diamanten zu bestimmen. Außerdem setzt die Radiokarbon-Datierung auch voraus,
dass das Verhältnis 14C/C konstant geblieben ist. Aber die Sintflut muss
riesige Mengen kohlenstoffhaltiger lebender Kreaturen begraben haben, und einige
von ihnen bildeten wohl die heutige Kohle, das Öl, das Erdgas und manchen fossilführenden
Kalkstein. Studien der alten Biosphäre zeigen, dass es damals mehrere hundertmal
mehr Kohlenstoff gab, deshalb war das 14C/C-Verhältnis mehrere hundertmal
kleiner. Das würde die geringen 14C Beträge in alten Proben erklären,
die wahrscheinlich von der Sintflut begraben worden waren.
Quellenangaben:
- Rotta, R.B. Evolutionary explanations for anomalous radiocarbon in coal? Creation
Research Society Quarterly 41(2): 104–112, September 2004
|
Quellenangaben und Anmerkungen
- Zum Beispiel verkündete „Pastor“ Barry Lynn, der Leiter
der antichristlichen Gruppe Americans United for the Separation of Church and State
(Vereinigte Amerikaner für die Trennung von Staat und Kirche) in einer überall in
Amerika übertragenen Fernsehdebatte: „Die Kohlenstoff-Datierung zeigt, dass die
Erde Milliarden Jahre alt ist!“ (Firing Line, PBS, 19. Dezember 1997)
Zurück zum Text.
- Die Zeit t seit dem Beginn des radioaktiven Zerfalls kann ausgedrückt
werden durch (N/N0) =e-λt, wobei N die
Anzahl der Atome in der Gegenwart und N0 ihre Anzahl am Beginn ist. λ
ist die Zerfallskonstante, die mit der Halbwertszeit t1/2 in Beziehung
steht durch λ= ln2/t1/2. Das setzt ein geschlossenes System voraus,
in dem die Atome nur durch Zerfall verschwinden und auch, dass die Zerfallsrate
konstant ist. Siehe auch Sarfati, J., Refuting Compromise, ch.12, Master Books,
Arkansas, USA, 2004. Zurück zum Text.
- Die Masse der Erde beträgt 6 x 1027 g, das entspricht
4,3 x 1026 Mol 14C. Jedes Mol enthält NA= 6,022
x 1023 Atome (NA ist die Avogadrosche Zahl). Es genügen also
nur 167 Halbwertszeiten, um zu einem einzelnen Atom zu kommen: [log2
(4,3 x 1026 mol x 6,022 x 1023 mol-1) = log10
(2,58x1050) /log10 2]. Diese 167 Halbwertszeiten liegen deutlich
unter einer Million Jahre. Zurück zum Text.
- Die AMS (Beschleuniger-Massenspektroskopie) zählt die Atome
und kann ein einzelnes 14C-Atom entdecken unter mehr als 1016
anderen Atomen oder ein 14C/C-Verhältnis angeben von <10-16
oder 0,01% vom jetzt verwendeten Verhältnis pMC (percent modern carbon). (Anmerkung
des Übersetzers: Die 14C-Konzentration wird in pMC angegeben, wobei 100%
die 14 C-Konzentration der Atmosphäre im Jahre 1950 ist).
Zurück zum Text.
- Anderenfalls würde sich Diamant in Graphit umwandeln, in das
sogenannte „Blei“ aus „Blei“stiften, siehe auch Snelling, A.,
Diamonds - evidence of explosive geological processes, Creation
16(1):42–45, 1993; cf. Diamond Science, <www.diamondwholesalecorporation.com/DiamondScience.html>
nachzulesen ab 22. Mai 2006. Zurück zum Text.
- Vardiman,L., Snelling,A. und Chaffin,E., Radioisotopes and the Age of the Earth Vol. II, ch. 8,
Institute for Creation Research , California, USA, 2005. Dr. Baumgardner untersuchte
auch viele Kohleproben und sie alle enthielten 14C. Zurück
zum Text.
- Baumgardner,J., 14C evidence for a recent global
flood and a young earth;
in ref. 6, Vol.II, ch.8; siehe auch seine Schrift:
Measurable 14C in fossilized organic materials: confirming the young
earth creation-flood model 5th International Conference on Creationism,
2003. Zurück zum Text.
|