Explore

Black Friday sale on NOW! Ends 28 Nov. View deals

Also Available in:

Ein Blick auf die Glass House Mountains, Australien

von
übersetzt von Markus Blietz

Vergrößerungsglas von stock.xchng15338glasshouse-mountains-standard-scale-4_00x-gigapixel
(Hintergrundbild) Blick auf die Glass House Mountains vom südlich gelegenen Mary Cairncross Park auf dem Mapleton Plateau. (Bild in der Lupe) Imposante Felswand des Mount Tibrogargan (364 m hoch).

Südlich des Mapleton Plateaus in der Nähe von Brisbane, Australien, dominieren einige bemerkenswerte vulkanische Erhebungen – bekannt als Glass House Mountains – das Hinterland der Sunshine Coast, ein beliebtes Touristenziel.

Die nur 60 km nördlich von Brisbane gelegene Region ist bekannt für Ananas, Erdbeeren, Papayas, Passionsfrüchte, Avocados und andere tropische Früchte. In der Gegend befindet sich der Australia Zoo, der durch den verstorbenen Krokodiljäger Steve Irwin berühmt geworden ist.1

Kapitän Cook benannte diese Berge am 17. Mai 1770, als er mit seinem Schiff Endeavour die Ostküste Australiens hinaufsegelte. Er schrieb in seinem Tagebuch: „Diese Hügel liegen nur ein kleines Stück landeinwärts und nicht weit voneinander entfernt: Sie sind bemerkenswert wegen der besonderen Form ihrer Erhebung, die sehr einem Glashaus (glass house) ähnelt, und aus diesem Grund habe ich sie Glashäuser genannt.“

Es gibt mindestens ein Dutzend dieser Pfropfen, die Überreste von Vulkanen, die sich durch dicke, fast waagerechte Sandsteinschichten hindurch von unten nach oben geschoben haben. Es ist schwer, sich vorzustellen, wie es gewesen sein muss, als die Vulkane ausbrachen, glühende Asche und Lava aus ihren Schloten spuckten und die Atmosphäre mit Asche und Rauch verdunkelten.

Die Lava war reich an Kieselsäure und bildete Rhyolith und Trachyt, vulkanisches Gestein, das typischerweise gelb, rosa, blassgrau und in anderen hellen Farben erscheint. Kieselsäurereiche Lavasorten sind dickflüssig wie Brei und hinterlassen charakteristische, steilwandige Vulkanpfropfen.

15338geologic-model-glass-lines-scale-4_00x-gigapixel-1-1
Die geologische Historie der Glass House Mountains aus der Sicht der biblischen Sintflut.

Viele der Pfropfen weisen gut entwickelte, säulenartige Strukturen auf. Die Nordwand des Mt Beerwah ist ein besonders markantes Beispiel, und die freiliegenden Säulen werden als „Orgelpfeifen“ bezeichnet. Diese langen Säulen deuten darauf hin, dass die Lava schnell ausgetreten (extrudiert) ist und ein großes Volumen erzeugte, das sich verfestigte und als Ganzes rissig wurde.

Etwa zur gleichen Zeit gab es im Norden und Westen Vulkanausbrüche einer anderen Art. In diesem Fall handelte es sich um basaltische, eisen- und magnesiumhaltige Lava, die heißer und flüssiger war als die Lava, die die Pfropfen bildete. Dieses rotglühende, geschmolzene Gestein floss wie Wasser über die Sandsteinplateaus und erstarrte zu dicken Basaltkappen, wie zum Beispiel auf dem Mapleton Plateau. Basaltlava bildet reichhaltige, rote und braune Böden, die ideal für die Landwirtschaft und die Bildung von Regenwald sind.

Die Landschaft um die Glass House Mountains besteht aus Sandstein, der geologisch als Landsborough Sandstein bezeichnet wird. Die dicken Schichten sind in steilen Straßeneinschnitten entlang des Highways sichtbar. Der Landsborough Sandstein ist Teil einer zusammenhängenden Reihe von Sedimentbecken, dem so genannten Great Australian Basin, das sich von der Ostküste Australiens über Tausende von Kilometern nach Süden und Westen in New South Wales, nach Westen in Südaustralien und das Northern Territory und nach Norden bis Cape York im nördlichen Queensland erstreckt.

Die Mächtigkeit und die geografische Ausdehnung der Schichten deuten darauf hin, dass sie durch gewaltige Wasserfluten abgelagert wurden. Dinosaurier-Fußabdrücke wurden in einigen Sandsteinhorizonten in Minen in der Nähe von Brisbane und im westlichen Queensland in der Nähe von Winton gefunden.2 In anderen Teilen des Beckens wurden gut erhaltene Überreste von Plesiosauriern und Dinosauriern entdeckt.

Unmittelbar vor dem Ausbruch der Glass House Vulkane war die Landschaft abgeflacht und bildete ein ausgedehntes Plateau. Nach den Ausbrüchen wurde die aus Sandstein bestehende Landschaft um die Vulkanhälse herum um mindestens hundert Meter erodiert, wobei die Überreste der Pfropfen intakt blieben (ähnlich wie beim Devils Tower in Wyoming, USA3). Ein großer Teil des Basaltplateaus wurde ebenfalls abgetragen, doch im Norden und Westen ist ein Rest erhalten geblieben, der heute ein beliebtes Touristenziel ist.

15338glasshouse-X-section-lines-scale-4_00x-gigapixel-1-1
Geologischer Querschnitt der Region der Glass House Mountains etwa 25 km nördlich des Mapleton Plateaus.

Die Glass House Mountains geben einen anschaulichen Einblick in die dramatischen Ereignisse im Zusammenhang mit der biblischen Sintflut, d. h. wie sie entstanden sind. Um zu verstehen, was passiert ist, muss man die Datierungen, die konventionelle Geologen für diese Ereignisse angeben, außer Acht lassen. Die von ihnen angegebenen Datierungen (25 Millionen Jahre für die Vulkanausbrüche) beruhen auf Annahmen, die die katastrophalen Prozesse im Zusammenhang mit der Sintflut außer Acht lassen.

Aus der Sicht der biblischen Sintflut wurde der Sandstein abgelagert, als die Fluten auf der Erde stiegen und ausgedehnte Sedimentschichten über Tausende von Kilometern in der Landschaft ablagerten. Was aber war die Ursache für die Vulkanausbrüche? Sie ereigneten sich zu einem Zeitpunkt, als der gesamte östliche Rand des australischen Kontinents unter Druck geriet. Tatsächlich gibt es eine ganze Reihe von Vulkanen, die sich von nördlich von Cairns bis nach Victoria entlang der Ostküste erstrecken. Es ist wahrscheinlich, dass die Nord-Süd-Belastung des Kontinents mit der weiteren Entwicklung des Ozeanbeckens im Osten des Kontinents zusammenhing, das sich absenkte und begann, die auf dem Kontent befindlichen Wassermassen der Sintflut aufzunehmen.

Die Pfropfen wurden in die Sedimente injiziert, nachdem das Wasser der Sintflut schon einige Zeit auf dem Rückzug war (und dabei Sandsteinplateaus einfräste), aber bevor die Erde vollständig abgetrocknet war. Das bedeutet, dass sie irgendwann gegen Ende der abnehmenden Phase der Sintflut in die Sedimente eindrangen, als die zurückweichenden Wasser noch in großen Strömen flossen. Nach ihrem Eindringen trug die fortschreitende Erosion während der dispersiven Phase, als das Wasser in breiten Kanälen (statt wie vorher in ausgedehnten Ebenen; Anm. d. Übers.) abfloss, das umgebende Material ab; es führte das Material aus dem Gebiet heraus, so dass breite Täler mit den heute sichtbaren hohen und isoliert stehenden Pfropfen übrig blieben.

Einige der Glass House Mountains und ihre Höhen

Miketeebumulgrai 202 m
Beerburrum 278 m
Tunbubudla (The Twins) 338 m, 294 m
Tibberoowuccum 220 m
Tibrogargan 364 m
Beerwah 556 m
Coonowrin (Crook Neck) 377 m
Ngungun 253 m
Coochin 235 m

Literaturangaben

  1. Catchpoole, D., The stingray of death, 6 Sept. 2006. Zurück zum Text.
  2. Oard, M., In the footsteps of giants, Creation 25(2):10–12, 2003. Zurück zum Text.
  3. Walker, T., Devils Tower and Bible glasses, Creation 24(3):20–23, 2002. Zurück zum Text.