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Das Universum — fein abgestimmt für das Leben

von
übersetzt von und 

1997, aktualisiert 2015

Die Feinabstimmung der Naturkonstanten und des Sonnensystems liefert starke Indizien für einen Schöpfer, z.B.

  • beschreibt die elektromagnetische Kopplungskonstante (Feinstrukturkonstante, Anm. d. Übers.) die Kraft, mit der in Atomen Elektronen an Protonen gebunden sind. Wenn sie kleiner wäre, könnten weniger Elektronen gebunden werden. Wenn sie größer wäre, wären die Elektronen zu stark an den Atomkern gebunden, um sich mit anderen Atomen zu verbinden (d.h. es könnten sich keine Moleküle bilden, Anm. d. Übers.);
  • beträgt das Verhältnis von Elektronen- zu Protonenmasse 1 zu 1836. Auch hier gilt wieder: wenn dieses Verhältnis größer oder kleiner wäre, könnten sich Moleküle gar nicht erst bilden;
  • haben Kohlenstoff- und Sauerstoff-Atomkerne fein abgestimmte Energieniveaus (sind die Energieniveaus nicht fein aufeinander abgestimmt, kann in Sternen keine Kernfusion stattfinden, Anm. d. Übers.);
  • sind elektromagnetische Kräfte und Gravitationskräfte fein aufeinander abgestimmt, so dass die richtige Art von Sternen stabil sein kann;
  • hat unsere Sonne die richtige „Farbe“. Wenn ihr Licht mehr ins Rote oder ins Blaue verschoben wäre, wäre die Photosynthese auf der Erde schwächer;
  • hat unsere Sonne auch die richtige Masse. Wenn sie größer wäre, würde sich ihre Helligkeit zu schnell ändern, und es gäbe zu viel energiereiche Strahlung. Wenn sie kleiner wäre, wäre die Zone um die Sonne, innerhalb derer Leben möglich ist, zu eng; die Erde wäre so nahe an der Sonne, dass die Gezeitenkräfte die Rotationsperiode der Erde stark beeinflussen würden. Die UV-Strahlung wäre zudem zu hoch für die Photosynthese;
  • ist die Entfernung der Erde von der Sonne von entscheidender Bedeutung für einen stabilen Wasserkreislauf. Wäre die Sonne zu weit weg, würde das meiste Wasser gefrieren; wäre sie zu nah, würde das meiste Wasser verdunsten;
  • sind die Schwerkraft der Erde, die Neigung der Drehachse, die Rotationsperiode, das Magnetfeld, die Dicke der Erdkruste, das Sauerstoff zu Stickstoff-Verhältnis, der Kohlendioxid- und der Wasserdampfgehalt, sowie die Ozonwerte genau richtig für Leben.

Der ehemalige Atheist Sir Fred Hoyle meint: „Die vernünftige Interpretation der Tatsachen ist, dass eine Superintelligenz mit der Physik herumgespielt hat, sowie auch mit der Chemie und Biologie, und dass es keine blinden Kräfte in der Natur gibt.“

Einwand 1: (Barrow & Tipler1) „Wir sollten nicht überrascht sein, dass wir keine Merkmale des Universums beobachten, die mit unserer eigenen Existenz unvereinbar sind, denn wenn sie damit unvereinbar wären, könnten wir es nicht bemerken, weil es uns gar nicht gäbe; folglich ist keine Erklärung notwendig.“

Doch wie der US-amerikanische Theologe William Lane Craig (in Anlehnung an den Philosophen John Leslie) betont hat, folgt daraus nicht, dass wir nicht überrascht sein sollten, dass wir Merkmale beobachten, die mit unserer Existenz vereinbar sind; wir brauchen immer noch eine Erklärung!2

Anders ausgedrückt: Wenn Sie vor ein geübtes Erschießungskommando gestellt würden, das auf Sie feuert und nicht trifft, sollten Sie

  1. nicht überrascht sein, dass Sie nicht beobachten, dass Sie tot sind, aber
  2. Sie sollten überrascht sein, dass Sie beobachten, dass Sie am Leben sind!

Tatsächlich wäre es sehr unwahrscheinlich, dass Sie überleben, so dass die Überraschung unter Punkt 2 vernünftig ist. Was unvernünftig wäre, wäre auf die Frage „Wie hast du überlebt?“ zu entgegnen: „Wenn ich nicht überlebt hätte, könnte ich Ihnen nicht antworten.“ Nein, wir würden wissen wollen, was geschehen ist, so dass der Mensch am Leben geblieben ist (seine Freunde haben z.B. die Schützen bestochen, alle ihre Waffen mit Platzpatronen geladen oder er hatte einen Schutzschild); wir brauchen eine echte Erklärung!

Hier ist noch ein Beispiel dafür, wie die eigentliche Frage genauso flapsig abgeschüttelt wird, wie Stephen Hawking die Feinabstimmung abschüttelt:

Elternteil: „Warum hast du dein Zimmer nicht aufgeräumt, wie ich dich gebeten habe?“
Kind: „Nun, wenn ich es aufgeräumt hätte, dann würdest du mich das nicht fragen.“

Aber zurück zur Feinabstimmung: Wir sollten – in Analogie zu Punkt 2 oben – wirklich überrascht sein, dass die Konstanten des Universums so fein abgestimmt für das Leben sind, weil diese spezielle Kombination so unwahrscheinlich ist. D.h. wir brauchen eine echte Erklärung.

Einwand 2: „Alle Zustände sind höchst unwahrscheinlich, daher ist jeder Zustand ein „Wunder“.“

Obwohl es für alle Kombinationen eines Zahlenschlosses gleichermaßen unwahrscheinlich ist, zufällig die richtige Kombination zu finden, glaubt ein Bankangestellter nicht, dass irgendjemand das Schloss durch Zufall öffnen könnte. Auch würde niemand eine Sonette von Shakespeare mit einem willkürlich auf der Tastatur herumtippenden Schimpansen erklären, selbst wenn jede zufällig eingetippte Buchstabenfolge gleich unwahrscheinlich ist (der Satz „Ich liebe dich inniglich“ erfordert sicherlich mehr Erklärung als die Buchstabenfolge „asnhouyganpi; kvk klkjfl“).3

In diesem Zusammenhang gibt es die Äußerung eines Atheisten namens Richard Carrier, der keine wissenschaftliche Qualifikation hat, und der in Bezug auf Craigs Argumente zur Feinabstimmung im Grunde behauptet, dass wir nicht wissen können, wie viele mögliche Kombinationen von Konstanten nötig wären, um ein Universum mit Leben zu erzeugen. Folglich könnten wir auch keine Wahrscheinlichkeitsberechnungen durchführen:

Wir können eigentlich nicht sagen, dass nur ein kleiner Bruchteil aller möglichen Konfigurationen des Universums Leben ermöglicht. Wie Craig bereits von mehreren theoretischen Physikern (von Krauss bis Stenger) darauf hingewiesen wurde, ergibt sich dieser Bruchteil nur, wenn eine einzige Konstante variiert wird, und alle anderen konstant gehalten werden. Doch das entspricht nicht dem, wie ein Universum per Zufall ausgewählt werden würde. Wenn nämlich alle Konstanten frei variiert würden, wird die Anzahl der Konfigurationen, die Leben ermöglichen, wirklich ansehnlich hoch (mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 8 bis 1 zu 4, siehe Victor Stengers Buch The Fallacy of Fine-Tuning).

Allerdings widerlegt der australische, nicht-kreationistische Astrophysiker Dr. Luke Barnes, ein Experte in Sachen Feinabstimmung,4 dies wie folgt:

„Von Krauss bis Stenger“: Carrier versucht den Eindruck zu erwecken, dass eine große Anzahl von Wissenschaftlern hinter seinen Behauptungen steht. Ich bin mir aber nicht einmal sicher, ob Krauss ihn tatsächlich unterstützt. Ich habe zu diesem Thema viel gelesen, und nur Stenger verteidigt Carriers Idee, sowie der Autor eines populärwissenschaftlichen Buchs. Andererseits kann Craig folgende Autoren auf seiner Seite verbuchen: Barrow, Carr, Carter, Davies, Deutsch, Ellis, Greene, Guth, Harrison, Hawking, Linde, Page, Penrose, Polkinghorne, Rees, Sandage, Smolin, Susskind, Tegmark, Tipler, Vilenkin, Weinberg, Wheeler und Wilczek. Für Craigs Behauptung, dass die fundamentalen Konstanten und Größen der Natur in einen unfassbar kleinen Bereich fallen müssen, um Leben zu ermöglichen, spricht eine Fülle an begutachteten wissenschaftlichen Veröffentlichungen. (Wenn Sie anderer Meinung sind, beginnen Sie Veröffentlichungen zu zitieren).
„…ergibt sich dieser Bruchteil nur, wenn eine einzige Konstante variiert wird, und alle anderen konstant gehalten werden“. Falsch. Das, was dieses Forschungsgebiet überhaupt ins Rollen brachte, waren die von Physikern festgestellten Übereinstimmungen einer Vielzahl von Naturkonstanten mit den notwendigen Voraussetzungen für das Leben. Nur eine Handvoll der mehr als 200 wissenschaftlichen Arbeiten in diesem Bereich variieren nur eine einzige Variable.5
„Mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 8 bis 1 zu 4, siehe Victor Stengers Buch“. Wenn Carrier sich hier auf Stengers Programm ‚MonkeyGod‘ (der Affengott, Anm. d. Übers.) bezieht, dann macht er sich selbst etwas vor. Dieses „Modell“ besteht aus 8 Gleichungen auf Gymnasialniveau, wobei 6 Gleichungen falsch sind, denn es wird kein Unterschied gemacht zwischen experimentellen und theoretisch möglichen Bereichen – was allerdings beim Thema Feinabstimmung fatal ist. Die Annahmen sind ganz gezielt gewählt. Wesentliche Zwangsbedingungen und Konstanten fehlen. Carrier hat ‚MonkeyGod‘ als „das Ergebnis ernsthafter Forschungen, ausführlich erläutert in einer wissenschaftlichen Veröffentlichung“ bezeichnet. Es wurde aber in einer philosophischen Zeitschrift einer humanistischen Gesellschaft und einem populärwissenschaftlichen Buch veröffentlicht, und würde von jedem ernsthaften wissenschaftlichen Journal lachend zurückgewiesen werden. ‚MonkeyGod‘ ist ein schlechter Witz.“6

Einwand 3: Es gibt unendlich viele Universen.

Es gibt keinerlei Beweise für unendlich viele Universen. In der Tat ist sogar prinzipiell kein Beweis möglich (weil wir aufgrund der Naturgesetze unser Universum grundsätzlich nicht verlassen können, um nachzuschauen, wie viele Universen es gibt, Anm. d. Übers.); damit ist dieser Vorschlag unwissenschaftlich (weil eine wissenschaftliche Hypothese überprüfbar sein muss, Anm. d. Übers.). Die bessere Alternative ist es, an einen übernatürlichen Schöpfer zu glauben, wofür vieles spricht.7

Carriers Argument besagt im Grunde: Sie können nicht beweisen, dass Ihr Auto von einem Designer entworfen wurde, weil wir nicht wissen, wie viele mögliche Anordnungen der Materie ein angetriebenes Landfahrzeug produzieren könnten. Doch dieses Argument übersieht, dass es praktisch unendlich mehr Möglichkeiten gibt, wie Materie angeordnet sein könnte, die kein angetriebenes Landfahrzeug wäre.

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Weitere Literatur

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Literaturangaben

  1. Barrow, John und Tipler, Frank, The Anthropic Cosmological Principle, Clarendon Press, 1986. Zurück zum Text.
  2. William Lane Craig, Barrow and Tipler on the Anthropic Principle vs. Divine Design, 2005; Kritische Besprechung von The Anthropic Cosmological Principle, International Philosophical Ouarterly 27: 437–47, 1987. Zurück zum Text.
  3. Cheating with chance. Zurück zum Text.
  4. Barnes, L., The Fine-Tuning of the Universe for Intelligent Life, arxiv.org, 2. Juni 2012. Zurück zum Text.
  5. Fine-Tuning and the Myth of “One variable at a time”. Zurück zum Text.
  6. Barnes, L., Christmas Tripe—A Fine-Tuned Critique of Richard Carrier (Part 3), Letters to Nature blogspot, 23. Dezember 2013; fett/kursiv im Original. Zurück zum Text.
  7. Siehe auch Stephen Hawking über Multiversen. Zurück zum Text.

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