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Uluru und Kata Tjuta: Zeugen der Sintflut

von
übersetzt von Markus Blietz

Keine Reise nach Zentralaustralien ist vollständig, ohne zwei der berühmtesten Wahrzeichen Australiens gesehen zu haben – Uluru (Ayers Rock) und Kata Tjuta (die Olgas). Diese geologischen Formationen sind atemberaubend in ihrer Schönheit und überwältigend in ihrem abrupten Kontrast zu den umliegenden flachen und kargen Ebenen.

Uluru

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Der Uluru erhebt sich steil auf allen Seiten bis zu einer Höhe von etwa 340 Metern über der Wüstenebene, sein Gipfel liegt 867 Meter über dem Meeresspiegel. Als isolierte Felsmasse misst er neun Kilometer um seine Basis herum. Uluru mag wie ein riesiger Felsbrocken aussehen, der im Wüstensand sitzt, aber das ist er nicht (Abbildung 1, unten). Stattdessen ist er wie die „Spitze des Eisbergs“, ein riesiger Aufschluss, von dessen Gestein sich noch mehr unter der Erde und unter dem umgebenden Wüstensand befindet.

Uluru besteht aus vielen Schichten oder Ablagerungen desselben Gesteins, die geneigt sind und fast senkrecht stehen (mit einer Neigung von 80-850). Die kumulative Dicke dieser freigelegten Schichten beträgt mindestens 2,5 Kilometer, aber die zusätzlichen Schichten unter dem umgebenden Wüstensand bringen die Gesamtdicke auf fast sechs Kilometer.

Uluru besteht aus einer Art grobem Sandstein, der technisch als Arkose [Sandstein mit hohem Feldspat-Anteil; Anm. d. Übers.] bezeichnet wird, weil ein Hauptbestandteil Körner und Kristallfragmente des Minerals Feldspat [Silikat-Mineral der chemischen Zusammensetzung (Ba,Ca,Na,K, NH4) (Al,B,Si)4O8; Anm. d. Übers.]. Dieses rosafarbene Mineral, zusammen mit den rostigen Überzügen auf den Sandkörnern der Gesteinsoberfläche im Allgemeinen, gibt dem Uluru seine insgesamt rötliche Farbe. Bei näherer Betrachtung der Arkose fällt auf, dass die Mineralkörner ein frisches Aussehen haben, insbesondere die glänzenden Flächen der Feldspatkristalle, von denen einige recht groß sind. Das Gesteinsgefüge besteht aus großen, mittleren, kleinen und sehr kleinen Körnern, die wahllos miteinander vermischt sind, ein Zustand, den Geologen als „schlecht sortiert“ bezeichnen (siehe Mikroskopaufnahme, Abbildung 4, unten). Außerdem sind die Körner selbst oft an den Kanten gezackt und nicht glatt oder abgerundet.

Kata Tjuta

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Kata Tjuta, etwa 30 Kilometer westlich von Uluru, besteht aus einer Reihe von riesigen, abgerundeten Felsdomen (Abbildung 2, unten). Der höchste, Mt. Olga, erreicht 1069 Meter über dem Meeresspiegel und etwa 600 Meter über dem Wüstenboden. Getrennt durch schmale Schluchten bedecken diese spektakulären, kuppelförmigen Felsmassen eine Fläche von etwa acht mal fünf Kilometern. Die Gesteinsschichten neigen sich hier nur in einem Winkel von 10-180 nach Südwesten, sind aber riesig. Ihre Gesamtdicke beträgt sechs Kilometer, und sie erstrecken sich unter dem Wüstensand zu anderen Aufschlüssen über 15 Kilometer im Nordosten und mehr als 40 Kilometer im Nordwesten.

Diese Gesteinsschichten, aus denen sich Kata Tjuta zusammensetzt, werden als Mount Currie Konglomerat bezeichnet, benannt nach dem Aufschluss am Mount Currie, etwa 35 Kilometer nordwestlich von Kata Tjuta. Ein Konglomerat ist dabei ein schlecht sortiertes Sedimentgestein, das Kieselsteine, Geröll und Felsbrocken anderer Gesteine enthält, die von einer Matrix aus feineren Fragmenten und zementiertem Sand, Schluff und/oder Schlamm zusammengehalten werden. In diesem Gestein sind die Felsbrocken (mit bis zu 1,5 m Durchmesser), Geröll und Kiesel im Allgemeinen abgerundet und bestehen hauptsächlich aus Granit und Basalt; aber auch Sandstein, Rhyolith (ein vulkanisches Gestein) und verschiedene Arten von metamorphem Gestein sind vorhanden. Die Matrix ist meist dunkelgraugrünes Material, das einst feiner Schluff und Schlamm war, obwohl auch Linsen [linsenförmige Mineralvorkommen; Anm. d. Übers.] und Schichten aus hellerem Sandstein vorkommen.

Die Uluru Arkose und das Mount Currie Konglomerat scheinen eine gemeinsame Geschichte zu haben. Obwohl ihre Aufschlüsse voneinander isoliert sind, deuten die Indizien eindeutig darauf hin, dass beide Gesteinseinheiten zur selben Zeit und auf dieselbe Weise entstanden sind.

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Abbildung 1. Querschnitt durch den Uluru, der die geneigten Schichten der Arkose zeigt, die sich unter dem umgebenden Wüstensand fortsetzen.
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Abbildung 2. Querschnitt durch Kata Tjuta, der die leicht gekippten Schichten des Mount Currie Konglomerats zeigt.

Die evolutionistische „Historie“

Die meisten Geologen glauben, dass vor etwa 900 bis 600 Millionen Jahren ein großer Teil Zentralaustraliens auf Meeresspiegelhöhe oder darunter lag und eine Senke bzw. einen Meeresarm, bildete, der als Amadeus-Becken bekannt ist. Flüsse transportierten Schlamm, Sand und Kies in die Vertiefung und bildeten Sedimentschichten aus. Auch andere Arten von Sedimentgestein bildeten sich. Dann, so heißt es, wurde vor etwa 550 Millionen Jahren, in der so genannten Kambrischen Periode, der südwestliche Rand des Amadeus-Beckens über den Meeresspiegel gehoben, die Gesteine wurden gepresst, gestaucht und in Falten gepresst und fragmentierten entlang von Verwerfungen in einer bergbildenden Episode.

Die Uluru Arkose und das Mount Currie Konglomerat sind die Produkte dieser Erosion und wurden in separaten, sogenannten Schwemmfächern abgelagert (Abbildung 3A, unten) (in den späteren Phasen dieser Episode wurden durch „schnelle“ Erosion die Petermann und Musgrave Ranges geformt). Obwohl uniformitaristische Geologen glauben, dass die Arkose und das Konglomerat „relativ schnell“ abgelagert wurden, lassen sie immer noch bis zu 50 Millionen Jahre zu, in denen gelegentliche Sturzfluten die Gebirgszüge südlich und westlich des Uluru-Gebietes ausgehöhlt und den Schutt viele Dutzend Kilometer weit in die angrenzenden Schwemmlandebenen getragen haben sollen. So sammelte sich in zwei getrennten Ablagerungen Schicht um Schicht von Arkose bzw. Konglomerat an.

Vor etwa 500 Millionen Jahren, so wird behauptet, war die Region wieder von einem flachen Meer bedeckt und die Schwemmfächer der Uluru Arkose und des Mount Currie Konglomerats wurden allmählich unter Schichten von Sand, Schlick, Schlamm und Kalkstein begraben (Abbildung 3B, unten). Dann, vor etwa 400 Millionen Jahren, begann eine neue Periode der Faltung, Verwerfung und Hebung, die angeblich etwa 100 Millionen Jahre lang anhielt. Die Schichten der Uluru Arkose und des Mount Currie Konglomerats, die von Hunderten oder sogar Tausenden von Metern jüngerer Sedimente des Amadeus-Beckens begraben worden waren, wurden stark gefaltet und verformt (Abbildung 3C, unten). Die ursprünglich horizontalen Uluru-Arkose-Schichten wurden in eine fast vertikale Position gedreht, während das Mount Currie Conglomerate am Kata Tjuta nur um 10-180 gekippt wurde.

Es wird daher angenommen, dass das Gebiet von Uluru und Kata Tjuta seit dieser Zeit wahrscheinlich über dem Meeresspiegel geblieben ist – seit etwa 300 Millionen Jahren. Ursprünglich wäre die Landoberfläche viel höher gewesen als die Spitze von Uluru und Kata Tjuta, aber durch die fortschreitende Erosion wurden die heutigen Formen von Uluru und Kata Tjuta allmählich herausgearbeitet (Abbildung 3D, unten). Vor 70 Millionen Jahren war das Gebiet mit Wäldern bedeckt, was auf eine sehr feuchte, tropische Umgebung hindeutet. Das heutige trockene Klima und der Wüstensand sollen sich erst seit der jüngsten „Eiszeit“ vor ein paar tausend Jahren entwickelt haben.

Eine erst kürzlich stattgefundene Überschwemmung!

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Abbildung 3. Die wahrscheinlichste geologische Geschichte bzw. Abfolge von Ereignissen, die zur Bildung von Kata Tjuta und Uluru führte (unabhängig von evolutionistischen Annahmen langer Zeiträume).

A. Die „Schwemmfächer“ des Mount Currie Konglomerats (links-rot) und der Uluru Arkose (rechts-gelb), die auf einem Fundament aus gefalteten und erodierten früheren Sedimenten (orange) und Graniten (grau-grün) abgelagert wurden.

B. Das Mount Currie Konglomerat und die Uluru Arkose werden von anderen Sedimenten (blau) begraben.

C. Die Sedimentschichten werden gefaltet, verkrümmt, gekippt und dann erodiert.

D. Weitere Erosion senkt die Bodenoberfläche noch weiter ab und formt Kata Tjuta und Uluru in ihrer heutigen Form.

Das klingt zwar alles nach einer interessanten Geschichte, aber tatsächlich stimmen die Indizien, die man in den Gesteinsschichten findet, nicht damit überein! Besonders am Uluru hätten die allgegenwärtigen frischen Feldspatkristalle in der Arkose niemals die behaupteten Millionen von Jahren überlebt. Feldspat zersetzt sich nämlich, wenn er Sonnenwärme, Wasser und Luft ausgesetzt wird (insbesondere in einem feuchten tropischen Klima) und bildet relativ schnell Tone. Wenn die Arkose daher in Form von nur zentimeterdicken Sandschichten abgelagert worden wäre, verteilt über zig Quadratkilometer, und dann in der Sonnenhitze über unzählige Jahrtausende getrocknet wäre, dann hätten sich die Feldspatkristalle einfach zu Tonen zersetzt. Dasselbe gilt für den Fall, dass die Arkose für Millionen Jahre den zerstörerischen Kräften der Erosion und der tropischen Tiefenverwitterung ausgesetzt gewesen wäre. So oder so wäre das Sandsteingefüge geschwächt worden und dann in sich zusammengebrochen, da sich die Tone und die verbliebenen ungebundenen Mineralkörner leicht aufgelöst hätten und vollständig weggeschwemmt worden wären. Mit anderen Worten: Es wäre kein Uluru übrig geblieben!

Außerdem würden Sandkörner, die über weite Strecken bewegt und periodisch über Äonen hinweg immer weiter fortgeschwemmt werden, ihre gezackten Kanten verlieren und glatt und rund werden. Gleichzeitig sollten die gleichen Sandkörner, auf die das sich bewegende Wasser über diese behaupteten langen Zeiträume einwirkt, auch sortiert werden; denn die kleineren Körner werden leichter vom Wasser fortgetragen, so dass sie von den größeren Körnern getrennt werden. Wenn also die Uluru Arkose Millionen von Jahren gebraucht hätte, um sich zu akkumulieren, wie die Evolutionsgeologen behaupten, dann sollte das Gestein heute Schichten bestehend aus entweder kleinen oder großen Körnern haben (anstatt durchmischt zu sein). Frische, glänzende Feldspatkristalle und zerklüftete, unsortierte Körner deuten daher darauf hin, dass sich die Uluru Arkose so schnell akkumulierte, dass der Feldspat nicht genügend Zeit hatte, sich zu zersetzen und die Körner abzurunden und zu sortieren.

Und was ist mit dem Mount Currie Konglomerat? Selbst Geologen, die an eine langsame und allmähliche Sedimentation über Millionen von Jahren glauben, müssen zugeben, dass das Wasser, das mehr als 1,5 Meter große Felsbrocken mit sich führte, ein schnell fließender, reißender Strom gewesen sein muss.

Solche katastrophischen Bedingungen hätten zudem weit verbreitet sein müssen, um eine solche Vielfalt von Gesteinsarten aus der großen gebirgigen Ursprungsregion zu erodieren und die daraus resultierende Mischung von Partikelgrößen zu erzeugen – von Schlamm (pulverisiertes Gestein) und Schluff bis hin zu Kieselsteinen, Geröll und Felsbrocken; letztere wurden durch gewaltige Kräfte, die sie über Dutzende von Kilometern schnell transportierten, ebenfalls abgerundet und geglättet.

All diese Indizien sprechen eher für eine katastrophische Ablagerung der Arkose und des Konglomerats unter extremen Überschwemmungsbedingungen. In den Aufschlüssen am Uluru und an der Kata Tjuta sind die Gesteinszusammensetzungen und -strukturen überall gleich und die Schichtung extrem regelmäßig und parallel verlaufend. Wenn hingegen die Ablagerung über Millionen von Jahren hinweg episodisch gewesen wäre, müsste es zwischen den Schichten Anzeichen von Erosion (z. B. Kanäle) und Verwitterungsflächen geben, und man müsste Unterschiede in der Zusammensetzung und in der Struktur erwarten.

Atemberaubend

Die Implikationen sind atemberaubend. Man muss sich nur die Wassermassen und ihre Kraft vor Augen führen, um etwa 6.000 Meter dicke Sandsedimente und ähnlich dicke Schichten von Kieselsteinen, Geröll und Felsbrocken innerhalb wahrscheinlich weniger Stunden abzuladen (nachdem diese Sedimente viele Dutzend Kilometer weit transportiert worden waren), um zu erkennen, dass es sich bei einem solchen Ereignis um eine katastrophische Überschwemmung handeln musste. Und dieses gewaltige Ereignis musste erst vor Kurzem stattgefunden haben, sonst wären die Feldspatkristalle in der Arkose nicht so frisch (unverwittert), wie wir sie heute vorfinden.

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Abbildung 4. Die Uluru-Arkose unter dem Mikroskop eines Geologen betrachtet. Beachten Sie die Mischungen von Korngrößen und die gezackten Kanten der Körner.

Da wir Arkose- und Konglomeratschichten gekippt vorfinden, die Arkose sogar fast senkrecht steht, ist es auch offensichtlich, dass diese Sedimentschichten nach ihrer Ablagerung noch im wassergesättigten Zustand komprimiert wurden, zu zementieren (verhärten) begannen und dann durch Erdbewegungen nach oben gedrückt wurden. Experten für landschaftsbildende Prozesse, die Uluru, Kata Tjuta und andere zentralaustralische Landformen intensiv studiert haben, sind davon überzeugt, dass diese Formen durch Wassererosion in einem heißen, feuchten tropischen Klima herausgearbeitet wurden, und nicht durch Winderosion wie im heutigen trockenen Wüstenklima.

Dies ist leicht zu erklären, wenn die modernen Landformen von Uluru und Kata Tjuta entstanden, als dieselben katastrophischen Wassermassen, die die Arkose und das Konglomerat in der riesigen Senke ablagerten, begannen, sich von der entstehenden Landoberfläche aus aufsteigenden, gekippten Schichten zurückzuziehen und die noch relativ weichen Sedimente erodierten, und dabei Uluru und Kata Tjuta zurückliessen. Nach dem Rückzug der Überschwemmungswasser vom australischen Kontinent begann die Landschaft auszutrocknen. Die Chemikalien im Wasser, die immer noch zwischen Sandkörnern, Kieselsteinen, Geröll usw. eingeschlossen waren, bildeten ein stark bindendes und härtendes Material, ähnlich wie Zement in Beton.

Schlussfolgerung

Die Indizien passen nicht zur „Historie“ der Evolutionsgeologen, mit ihren Millionen von Jahren langsamer und allmählicher Prozesse. Stattdessen stimmen die Indizien in den Gesteinsschichten von Uluru und Kata Tjuta viel besser mit dem wissenschaftlichen Modell überein, das auf einer erst vor Kurzem stattgefunden schnellen, massiven und katastrophalen Flutkatastrophe basiert. Uluru und Kata Tjuta sind daher ein eindrucksvolles Zeugnis für das tosende Wasser der Sintflut, über die uns im Augenzeugenbericht im ersten Buch Mose berichtet wird.

Literaturangaben

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