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Dramatische Dinosaurier-Fußabdrücke bei Karoola Station, Australien

Auf der Flucht vor den steigenden Wassern der Sintflut

von
übersetzt von Markus Blietz

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Abbildung 1. Fußspuren, die im Bach freigelegt wurden, nachdem Sand und anderer Schutt weggeräumt wurde. Die Ränder der Fußabdrücke sind deutlich im Sandstein zu erkennen; sie sind tief in die Schicht eingeprägt und gut erhalten. Die großen, runden Sauropoden-Fußabdrücke sind etwa einen Meter groß.

Im September 2018 versammelte sich ein 20-köpfiges Team von Paläontologen und Freiwilligen in der Nähe des Gehöfts Karoola („Karoola Station“) in Zentralwest Queensland, um eine Reihe von Dinosaurier-Fußabdrücken zu bergen (Abbildung 1).1,2,3 In 20 Tagen gruben sie die gefährdeten Spuren aus einem trockenen Bachbett aus und brachten sie etwa 100 km weit in das Australian Age of Dinosaurs Museum in der Nähe von Winton, das vom geschäftsführenden Vorsitzenden David Elliott gegründet wurde. Der australische Wirbeltierpaläontologe Dr. Stephen Poropat von der Swinburne University of Technology in Melbourne leitete die Forschungsarbeit.

Die Spuren wurden bereits 20 Jahre früher freigelegt, als Überschwemmungen den Lauf des Baches veränderten. Obwohl die Landbesitzer oft an den Abdrücken vorbeikamen, erkannten sie ihre Bedeutung nicht (Abbildung 2). Vor ein paar Jahren schlug jedoch ein Besucher vor, dass es sich bei den Abdrücken um Dinosaurier-Fußabdrücke handelt, eine Meinung, die später von Paläontologen bestätigt wurde.

Etwa 25 Prozent der gesamten Fläche, wo man Fußspuren fand (entsprechend der Größe von etwa zwei Basketballfeldern), wurde umgesiedelt, einschließlich aller zerbrechlichen Fußabdrücke.

Bedeutung der Fußabdrücke

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Abbildung 2. Fährten im Bachbett im März 2018, bevor Sand und Geröll beseitigt wurden.

Die Spuren veranschaulichen das Drama der Sintflut, als die Erde überschwemmt wurde. Wir erhaschen einen Blick darauf, wie die Tiere reagierten und Fußabdrücke hinterließen, als sie vor den Fluten flohen, die auf dem Gebiet des heutigen Australiens anstiegen. Bevor diese Abdrücke entstanden, hatten sich bereits kilometerdicke Sedimente auf dem Kontinent abgelagert und Land- und Meereslebewesen begraben. Danach wurde noch mehr Sediment abgelagert.

Spuren von drei großen Dinosauriergruppen sind erhalten geblieben – Sauropoden, Ornithopoden und Theropoden. Eine Reihe von 20 Abdrücken eines großen Sauropoden-Dinosauriers erstreckt sich über 40 Meter. Die hinteren Fußabdrücke haben einen Durchmesser von fast einem Meter. Sie sind gut erhalten, einschließlich des Abdrucks der Daumenklaue auf den meisten vorderen Abdrücken und den Abdrücken einzelner Zehen. Die Belastung durch den Schritt des Sauropoden hinterließ Schlammrisse im feuchten Sediment, sichtbar am Rand vieler seiner Fußabdrücke. Die Abdrücke im Sandstein sind so groß, dass Menschen bequem in ihnen sitzen können (Abbildung 3). Offensichtlich hatte der Dinosaurier die Sandschicht bald nach ihrer Ablagerung betreten, als sie noch weich und feucht war. Es geschah alles sehr schnell.

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Abbildung 3. Sauropodenabdrücke so groß und tief, dass Menschen bequem darin sitzen können.

Auch andere Dinosaurier hinterließen Fußabdrücke, darunter kleine Ornithopoden und hühnergroße Theropoden. Außerdem waren Spuren noch weiterer Sauropoden-Dinosaurier vorhanden, darunter mindestens ein noch nicht ausgewachsenes Exemplar.

Die Fußabdrücke der Ornithopoden und Theropoden ähneln denen, die im Dinosaur Stampede National Monument im Lark Quarry etwa 100 km südlich dieser Fundstelle erhalten sind.4 Im Lark Quarry standen die Dinosaurier schultertief im Wasser, was darauf hindeutet, dass sie versuchten, der Überflutung zu entkommen. Dies zeigt, dass die Sintflut nicht nur viele Tiere ereilte, sondern auch ein riesiges geografisches Gebiet abdeckte.

Das Ausmaß der Katastrophe

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Abbildung 4. Geografische Ausdehnung der Sedimente des Großen Artesischen Beckens (Great Artesian Basin), das einen großen Teil des östlichen Australien bedeckt. Der Querschnitt entlang der Linie A-A’ (100-fache vertikale Vergrößerung) zeigt Dicken von mehr als 3 km und eine beträchtliche Menge an erodierten Sedimenten.

Die Dinosaurier-Fußabdrücke befinden sich in den obersten Sedimenten des Großen Artesischen Beckens (Great Artesian Basin), das auch heute noch einen großen Teil Ostaustraliens bedeckt (Abbildungen 4 und 5). Säkulare Geologen haben diese Ablagerungen dem Zeitraum von der späten Trias bis zur späten Kreidezeit (in ihrem evolutionistischen Denken vor 210 bis 94 Millionen Jahren) zugeordnet. Diese „Datierungen“ gehen davon aus, dass die Sintflut nie stattgefunden hat, und dass alle Sedimente langsam über Millionen von Jahren abgelagert wurden, im Widerspruch zu den offensichtlichen Indizien für eine Katastrophe.

Das den Karoola-Abdrücken zugewiesene evolutionistische Alter ist 95 Millionen Jahre, aber die geologischen Indizien und der biblische Bericht zeigen, dass die Sedimente in einer Katastrophe in kurzer Zeit abgelagert wurden. Die Indizien deuten darauf hin, dass die Sedimente die letzte große Ablagerung waren, als das Wasser der Sintflut stieg, die vor etwa 4.500 Jahren stattfand (siehe Das Große Artesische Becken Australiens).5 Genauer gesagt, wurden sie im fünften Monat der einjährigen Sintflut abgelagert (1. Mose 8,3-5). Danach begannen die Wasser, sich in die Ozeane zurückzuziehen.

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Abbildung 5. Querschnitt des Großen Artesischen Beckens (100-fache vertikale Vergrößerung) mit Blick nach Norden entlang der Linie A-A’ in Abbildung 4, das Sedimentdicken von etwa 3 km offenbart. Die gestrichelten Linien, die verschiedene Schichten bezeichnen, zeigen an, dass eine beträchtliche Dicke an Sediment, das über der heutigen Oberfläche lag, weg erodiert wurde.

Die obersten Sedimente, die sogenannte Winton-Formation, sind in weiten Teilen von Zentralwest Queensland sowie im nördlichen New South Wales, im nordwestlichen South Australia und in der südwestlichen Ecke des Northern Territory zu finden.6,7 Die Formation besteht aus leicht zerbrechlichem Sandstein, Schluffstein, Tonstein und etwas Kohle. Die durchschnittliche Mächtigkeit der Formation beträgt 500 Meter, erreicht aber ein Maximum von 1.200 Metern.8 Sie enthält reichlich Fossilien von Süßwassermuscheln, Sauropoden-Dinosauriern, Pflanzen, Holz, Sporen und Pollen.6 Die Größe und Ausdehnung der Formation zusammen mit ihren Fossilien geben einen Einblick in die riesige Katastrophe, die die vorsintflutliche Vegetation entwurzelte, Tiere überwältigte und den Kontinent erschütterte.

Die steigenden Wasser, Erosion und die Zeit

Nachdem das Wasser der Sintflut zur Zeit von Noah seinen Höhepunkt erreicht hatte, begannen sie vom Kontinent in die Ozeane zu fließen. Dieser Prozess dauerte etwa sieben Monate, erodierte kilometerdicke Sedimente vom Kontinent und bildete die unverwechselbare Form der heutigen Landschaft.5 Wir können den Beweis dafür in der Gegend von Winton anhand der flachen Landschaft sehen, die von den Flutwassern geformt wurde, als sie den ganzen Kontinent bedeckten. Wir können auch andere charakteristische Merkmale der zurückweichenden Fluten in diesem Gebiet anhand der breiten Flusstäler erkennen, die die Landoberfläche zerschnitten und charakteristische Tafelberge und Plateaus hinterlassen haben, die im Volksmund als „Breakaways“ oder „Jump-Ups“ bezeichnet werden (Abbildung 6).

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Abbildung 6. Drohnenaufnahme mit Blick auf einen Teil des Australian Age of Dinosaurs Museum bei Winton. Entlang des Weges am Rand der Schlucht zeugen die dicken Sandsteinschichten von enormen Wasserströmen, die reichlich Sediment über ein weites Gebiet ablagerten, charakteristisch für das ansteigende Wasser der Sintflut. Die Landschaft ist erstaunlich flach, typisch für Zentralwest Queensland; sie ist das Ergebnis der Erosion der „Sheet-Flow“ Phase der Sintflut, als das Wasser den ganzen Kontinent bedeckte. Oben links im Hintergrund in der Nähe des Horizonts sind zwei „Breakaways“ zu sehen, die darauf hinweisen, dass ein höheres früheres Plateau durch großflächige Erosion abgetragen wurde. Die breite Rinne im Vordergrund deutet auf eine eher lokal begrenzte Erosion durch erhebliche Wassermassen hin, was auf die kanalisierte Abflußphase am Ende der Sintflut zurückzuführen ist.

Die Sandsteinschicht war außergewöhnlich weich, als die Tiere darauf liefen, wie man an der Form der Fußabdrücke erkennen kann (Abbildung 3). Die Schritte des großen Sauropoden hinterließen Abdrücke, die viele Zentimeter tief sind und deren Ränder senkrecht nach oben stehen. Die Weichheit der Sedimentschicht bedeutet, dass die gesamte Ablagerung schnell geschah und die Dinosaurier nicht lange danach auf der Sandsteinschicht liefen. Außerdem musste die darüber liegende Sedimentschicht sehr schnell über den Abdrücken abgelagert worden sein, sonst wären die Abdrücke verwittert oder durch andere Tiere, die auf ihnen liefen, zerstört worden. All diese Indizien stimmen mit dem Zeitrahmen der Sintflut überein.

Die Bibel sagt uns, dass alles, was den Odem des Lebens in sich hatte, umkam, als das Wasser der Sintflut seinen Höhepunkt erreichte (1. Mose 7,21-23). Um Spuren zu hinterlassen, mussten die Dinosaurier noch am Leben sein, was bedeutet, dass die Fluten noch stiegen und ihren Höhepunkt noch nicht erreicht hatten. Nicht lange, nachdem sie ihre Spuren hinterlassen hatten, wurden die Tiere von dem steigenden Wasser überwältigt. Man fand in der Gegend die fossilen Überreste vieler dieser Tiere, die dort begraben wurden.

Schlußfolgerung

Die bemerkenswerten Dinosaurier-Fußabdrücke, die bei Karoola Station im Outback von Queensland, Australien, entdeckt wurden, liefern dramatische Beweise für die Realität der Sintflut. Darüber hinaus geben sie einen Einblick in die Natur der Katastrophe und ihre Auswirkungen auf die Tierwelt zu dieser Zeit. Das Verständnis der Auswirkungen der Sintflut verändert die Art und Weise, wie wir diese Welt betrachten und wie wir unseren Platz in ihr verstehen.

Literaturangaben

  1. Smith, B., Tracks across time: The race to rescue 95-million-year-old dinosaur footprints from the elements in the Queensland outback, ABC Science, www.abc.net.au/news/2019-02-14/the-race-to-save-wintons-dinosaur-footprints/10578212. Zurück zum Text.
  2. Giant dinosaur tracks discovery focuses global attention on Winton, Minister for Innovation and Tourism Industry Development and Minister for the Commonwealth Games, The Honourable Kate Jones, Queensland Government, 14 February 2019; statements.qld.gov.au/Statement/2019/2/14/giant-dinosaur-tracks-discovery-focuses-global-attention-on-winton. Zurück zum Text.
  3. Sauropod trackway, Australian Age of Dinosaurs Museum. www.australianageofdinosaurs.com/page/119/australian-age-of-dinosaurs-sauropod-trackway, Accessed 30 April 2019. Zurück zum Text.
  4. Michael J. Oard, A stampede of swimming dinosaurs, Creation 36(1):38–41, 2014; creation.com/dino-stampede. Zurück zum Text.
  5. Walker, T., Das Große Artesische Becken Australiens (The Great Artesian Basin, Australia), Journal of Creation 10(3):379–390, 1996; creation.com/great-artesian-basin. Zurück zum Text.
  6. Day, R.W., Whitaker, W.G., Murray, C.G., Wilson, I.H. and Grimes, K.D., Queensland Geology: A Companion Volume to the 1:2,500,000 Scale Geological Map (1975), Geological Survey of Queensland, Publication 383, Brisbane, p. 138, 1983. Zurück zum Text.
  7. Fletcher, T.L, Moss, P.T., and Salisbury, S.W., The palaeoenvironment of the Upper Cretaceous (Cenomanian–Turonian) portion of the Winton Formation, Queensland, Australia, PeerJ 6:e5513, https://doi.org/10.7717/peerj.5513. Zurück zum Text.
  8. Winton Formation, Australian Stratigraphic Units Database, Geoscience Australia; asud.ga.gov.au/search-stratigraphic-units/results/20268, Accessed 1 May 2019. Zurück zum Text.