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Erodierende Altersangaben

Wenn unsere Kontinente alt wären, wären sie schon längst nicht mehr da.

von
übersetzt von Markus Blietz

Die Kontinente können nicht Milliarden von Jahren alt sein, weil sie längst erodiert wären.

Es war James Hutton, der schottische Arzt und Geologe, der 1785 vorschlug, dass die Erde uralt sei. Seine berühmte Behauptung, dass es "keine Spur von einem Anfang, keine Aussicht auf ein Ende" gebe, ebnete den Weg für Darwins Evolutionstheorie.1 Heute halten die meisten Geologen Huttons Ansichten für selbstverständlich. Evolutionisten akzeptieren im Allgemeinen, dass die Kontinente vor mindestens 2,5 Milliarden Jahren entstanden sind.2 Die veröffentlichten Alter von Teilen Australiens sind größer als 3 Milliarden Jahre. Ein Großteil des restlichen Kontinents soll 0,5 bis 3 Milliarden Jahre alt sein (siehe Abbildung unten).3 Eine ähnliche Aussage macht man für andere Kontinente – das Alter ihrer Untergrundgesteine liege im Milliardenbereich.

Diese Ideen erweisen sich bei genauerer Betrachtung als völlig unbefriedigend. Wir stellen fest, dass es viele geologische Prozesse gibt, die darauf hindeuten, dass die Kontinente nicht so alt sind, wie Evolutionisten behaupten.4 Ein Problem für die Idee langer geologischer Zeiträume ist die Erosion. Die Kontinente können nicht Milliarden von Jahren alt sein, weil sie längst erodiert wären. Es sollte einfach nichts mehr übrig sein.

Messung der Erosion

Wasser ist der Hauptverursacher für Erosion. Es löst viele Mineralien auf, lockert Erdreich und Gestein von der Landoberfläche und transportiert sie ins Meer. Tag für Tag, Jahr für Jahr, wie eine endlose Prozession von Güterzügen, transportieren die Flüsse der Welt Tonnen von zersetztem Gestein über die Kontinente und versenken es im Meer. Im Vergleich dazu ist die Menge, die durch Wind, Gletscher und Brandungswellen von der Küstenlinie abgetragen wird, relativ gering.

Veröffentlichte Alter verschiedener struktureller Teile Australiens. Der größte Teil des Kontinents soll älter als 0,5 Milliarden Jahre sein, während einige Teile älter als 3 Milliarden Jahre sein sollen. Orthodoxe Geologen sind überrascht, dass in "all dieser Zeit" nur sehr wenig Erosion stattgefunden hat.. Click to enlarge.

Wasser kann seine erodierende Wirkung entfalten, wenn es als Regen fällt. Es sammelt sich in Regionen, die als Entwässerungsgebiete bezeichnet werden – Bereiche, die auf einer topografischen Karte leicht zu identifizieren sind. Durch Probenahme an der Mündung des Flusses können wir die Menge des aus dem Becken abgeleiteten Wassers und die Menge an Sediment, die es transportiert, messen. Es ist schwierig, hier genaue Messungen zu machen, da ein Teil des Sediments entlang des Flussbetts gerollt oder geschoben wird. Die so genannte "Geschiebebelastung" ist nicht leicht zu beobachten. Manchmal wird sie einfach durch einen willkürlich festgesetzten Anteil berücksichtigt.

Ein weiteres Problem ist der Umgang mit seltenen katastrophischen Ereignissen. Diese können zwar in kürzester Zeit große Mengen an Sedimenten transportieren, sind aber kaum messbar. Geschiebe und Katastrophen transportieren mehr Sediment als direkt gemessen wird.

Dennoch haben Sedimentologen viele der Flüsse der Welt untersucht und berechnet, wie schnell das Land verschwindet. Die Messungen zeigen, dass einige Flüsse ihre Becken in 1.000 Jahren um mehr als 1.000 mm vertiefen, während es bei anderen nur 1 mm in 1.000 Jahren ist. Die durchschnittliche Höhenreduzierung für alle Kontinente der Welt beträgt etwa 60 mm alle 1.000 Jahre, was etwa 24 Milliarden Tonnen Sediment pro Jahr entspricht (siehe Tabelle 1).5 Das ist eine Menge an Dünger!

Verschwindende Kontinente

Auf der Skala einer menschlichen Lebensspanne sind diese Erosionsraten gering. Aber für diejenigen, die sagen, dass die Kontinente Milliarden von Jahren alt sind, sind die Raten erstaunlich. Ein Kontinent mit einer Höhe von 150 Kilometern wäre in 2,5 Milliarden Jahren erodiert. Das widerspricht dem gesunden Menschenverstand. Wenn die Erosion Milliarden von Jahren angedauert hätte, wären keine Kontinente auf der Erde übriggeblieben.

Wikimedia commons/Thomas Schoch
Australiens Uluru: Die Indizien deuten darauf hin, dass er viel jünger ist, als gemeinhin angenommen wird.

Das Problem wurde von einer Reihe von Geologen aufgezeigt, die berechnet haben, dass Nordamerika in 10 Millionen Jahren hätte nivelliert werden müssen, wenn die Erosion mit der gegenwärtigen Durchschnittsrate gewirkt hätte.6 Dies ist eine lächerlich kurze Zeit im Vergleich zum angenommenen Alter von 2,5 Milliarden Jahren für die Kontinente. Hinzu kommt, dass viele Flüsse die Tiefe ihrer Becken viel schneller erodieren als der Durchschnittswert nahelegt (Tabelle 1). Selbst bei der langsamsten Höhenreduzierung von 1 mm pro 1.000 Jahre hätten die Kontinente mit einer durchschnittlichen Höhe von 623 Metern schon längst verschwinden müssen.

Solche Raten untergraben nicht nur die Idee von Milliarden Jahre alten Kontinenten, sondern sie lassen auch die Idee uralter Gebirge in sich zusammenbrechen. Im Allgemeinen werden Bergregionen mit ihren steilen Hängen und tiefen Tälern am schnellsten abgetragen. Erosionsraten von 1.000 mm Höhenreduzierung pro 1.000 Jahre sind in den alpinen Regionen Papua-Neuguineas, Mexikos und des Himalaya üblich.7 Eine der am schnellsten erfassten regionalen Höhenreduzierungen beträgt 19.000 mm pro 1.000 Jahre bei einem Vulkan in Papua-Neuguinea.8 Der Yellow River in China könnte in 10 Millionen Jahren ein Plateau so hoch wie den Mount Everest plätten.9 Die Gebirgszüge wie die westeuropäischen Caledoniden und die Appalachen im östlichen Nordamerika sind noch schwerer zu erklären, da sie nicht so hoch sind wie der Everest, aber dennoch mehrere hundert Millionen Jahre alt sein sollen. Wenn die Erosion so lange angedauert hätte, sollten diese Berge nicht mehr existieren.10

Erosion ist auch ein Problem für ebene Landschaften, die man für sehr alt hält. Diese Landschaften erstrecken sich über große Flächen, zeigen aber wenig oder gar keine Erosion. Es gibt auch keine Hinweise darauf, dass es in der Vergangenheit Sedimentschichten gab. Ein Beispiel ist Kangaroo Island (Südaustralien), das etwa 140 km lang und 60 km breit ist. Die Oberfläche soll mindestens 160 Millionen Jahre alt sein, basierend auf Fossilien und radioaktiver Datierung. Dennoch ist das Gebiet über den größten Teil seiner Fläche extrem flach.11 Das Land ist praktisch das gleiche wie damals, als es hochgehoben wurde – die Erosion hat die exponierte Oberfläche so gut wie unberührt gelassen. Wie konnte die Landschaft so lange so flach bleiben, ohne von 160 Millionen Jahren Regen erodiert zu werden?

NASA/Goddard Space Flight Center

Tabelle 1: Erosionsraten einiger großer Flüsse der Welt
Durchschnittliche Senkung der Landfläche innerhalb des Einzugsgebiets in mm pro 1000 Jahre.17

Wei-Ho 1350
Hwang-Ho 900
Ganges 560
Alpenrhein und Rhone 340
San Juan (U.S.A.) 340
Irrawaddy 280
Tigris 260
Isere 240
Tiber 190
Indus 180
Yangtse 170
Po 120
Garonne und Colorado 100
Amazonas 71
Südtirol 65
Savanne 33
Potomac 15
Nil 13
Seine 7
Connecticut 1

Auf der Suche nach einem Ausweg

Warum gibt es die Kontinente und Berge noch, wenn sie so schnell erodiert werden? Warum zeigen so viele Landschaften, die angeblich alt sind, keine Anzeichen von Erosion? Die einfache Antwort ist, dass sie nicht so alt sind wie behauptet, sondern "jung", wie die Bibel sagt. Für Evolutionsgeologen ist dies jedoch philosophisch nicht akzeptabel, so dass andere Erklärungen gesucht werden, jedoch vergeblich.

So wird beispielsweise angenommen, dass die Berge immer noch existieren, weil die Hebung sie quasi ständig von unten ersetzt.12 Folglich wären die Berge in 2,5 Milliarden Jahren mehrfach erodiert und wieder ersetzt worden. Obwohl die Hebung in Berggebieten stattfindet, könnte ein solcher Prozess der Hebung und Erosion aber nicht lange andauern, ohne alle Schichten von Sedimenten zu entfernen. Wir würden daher nicht erwarten, dass wir in den Berggebieten alte Sedimente finden, wenn sie mehrmals erodiert und ersetzt worden wären. Doch überraschenderweise sind Sedimente mit Altern von jung bis alt (basierend auf evolut. Datierungsmethoden) in Bergregionen erhalten. Die Idee der kontinuierlichen Erneuerung durch Hebung löst das Problem nicht.

Eine weitere Idee, die zur Lösung des Problems vorgeschlagen wird, ist, dass die Erosionsraten, die gegenwärtig gemessen werden, ungewöhnlich hoch sind.13 Nach diesem Argument war die Erosion in der Vergangenheit viel geringer, bevor der Mensch eingriff. Menschliche Aktivitäten wie Rodung und Landwirtschaft sollen der Grund dafür sein, dass wir derzeit so hohe Werte messen. Quantitative Messungen der Wirkung dieser menschlichen Aktivität haben jedoch ergeben, dass die Erosionsraten dadurch nur um das 2 bis 2,5-fache erhöht werden.14 Für diese Erklärung zur Lösung des Problems müsste der Anstieg aber um das Vielfache größer sein. Auch hier funktioniert die Idee nicht.

Es wurde auch vorgeschlagen, dass das Klima in der Vergangenheit viel trockener war (weil weniger Wasser weniger Erosion bedeuten würde).15 Diese Idee widerspricht jedoch den Indizien. Das Klima war nämlich tatsächlich feuchter, wie aus der Fülle der üppigen Vegetation in der Fossilienhistorie ersichtlich ist.

Die Kontinente sind jung

Die Geschichte von der "langsamen und kontinuierlichen Veränderung“, die der schottische Arzt Hutton vor zweihundert Jahren vorgeschlagen hat, macht keinen Sinn. Die Vertreter einer alten Erde behaupten, dass die Kontinente über 2,5 Milliarden Jahre alt sind, aber basierend auf ihren eigenen Annahmen wären die Kontinente bereits nach 10 Millionen Jahren abgetragen worden. Diese 10 Millionen Jahre sind jedoch nicht das geschätzte Alter der Kontinente.16 Vielmehr wird hier der Bankrott uniformitarischer Ideen deutlich. Geologen, die an die Bibel glauben, sind der Meinung, dass die Berge und Kontinente, die wir heute haben, als Folge der Sintflut zur Zeit von Noah entstanden sind. Als die Kontinente gegen Ende der Sintflut emporgehoben wurden, formten die entfesselten Gewalten der zurückweichenden Fluten die Landschaft. In den 4.500 Jahren, die seitdem vergangen sind, ist geologisch betrachtet, nicht viel passiert.

 Die Berge und die Sintflut

Das Emporheben von Kontinenten und Bergen, sowie das Absinken der Ozeanbecken in der Endphase der Sintflut tragen dazu bei zu erklären, warum sich das Wasser, das vorübergehend die ganze Erde bedeckte (nachdem es hauptsächlich aus der Erde [und nicht der Luft, Anm. d. Übers.] kam, den "Brunnen der großen Tiefe"), nun in den Ozeanen befindet. Hier hat Gott " [den Wassern] eine Grenze gesetzt, die sie nicht überschreiten sollen; sie dürfen die Erde nicht wiederum bedecken.“ (Psalm 104, 9).

Würde die Erde ganz eingeebnet, würde das Wasser die Erde bis zu einer Höhe von 2,7 km bedecken. Das ist immer noch viel weniger als die Höhe des Mount Everest (etwa 8 km) und anderer Berge im Himalaya. 

Das Wasser der Sintflut musste aber nicht so tief sein, "dass alle [heutigen] hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden.“ (1. Mose 7, 19). Der Himalaya zeigt deutliche Hinweise darauf, dass er nach der Ablagerung von Hochwassersedimenten mit eingebetteten Fossilien nach oben gedrückt wurde. So waren die "hohen Berge" vor der Sintflut nicht dasselbe wie die Berge, die wir heute sehen, und sie waren wahrscheinlich nicht viel höher als 2 km. Ein Großteil dieser vorsintflutlichen Berge wurde möglicherweise während der ein Jahr dauernden Katastrophe abgetragen.

Literaturangaben und Bemerkungen

  1. Hutton, J., Theory of the Earth with Proof and Illustrations, diskutiert von Press, F. und Siever, R., In: Earth 4th ed., W.H. Freeman and Company, NY, USA, S. 33, 37, 40, 1986. Zurück zum Text.
  2. Roth, Ariel, Origins: Linking Science and Scripture, Review and Herald Publishing, Hagerstown, 1998. Eine Reihe von Literaturangaben über das Wachstum und den Erhalt der kontinentalen Kruste werden genannt. Zurück zum Text.
  3. Parkinson, G., (ed.), Atlas of Australian Resources: Geology and Minerals. Auslig, Canberra, Australia, 1988. Zurück zum Text.
  4. Morris, J., The Young Earth, Creation-Life Publishers, Colorado Springs, USA, 1994. Erklärt eine Reihe von geologischen Prozessen, die die Ansicht unterstützen, dass die Erde jung ist. Zurück zum Text.
  5. Ref. 2, S. 264. Sammelt Erosionsraten aus einer Reihe von Quellen. Zurück zum Text.
  6. Zum Beispiel Ref. 2, S. 271, zitiert Dott & Batten, Evolution of the Earth, McGraw-Hill, NY, USA, S. 155, 1988, und eine Reihe anderer. Zurück zum Text.
  7. Ref. 2, S. 266. Zurück zum Text.
  8. Ollier, C.D. and Brown, M.J.F., Erosion of a young volcano in New Guinea, Zeitschrift für Geomorphologie 15:12–28, 1971, zitiert von Roth, Ref. 2, S. 272. Zurück zum Text.
  9. Sparks, B.W., Geographies for advanced study, In: Geomorphology 3rd ed., Beaver, S.H. (ed.), Longman Group, London and New York, S. 510, 1986, zitiert von Roth, Ref. 2, S. 272. Zurück zum Text.
  10. Ref. 2, S. 264. Zurück zum Text.
  11. Ref. 2, S. 266. Zurück zum Text.
  12. Zum Beispiel Blatt, H., Middleton G. and Murray, R., Origin of Sedimentary Rocks, 2nd ed., Englewood Cliffs, Prentice Hall, S. 18, 1980, zitiert von Roth, Ref. 2, S. 266. Zurück zum Text.
  13. Ref. 2, S. 266. Zurück zum Text.
  14. Judson, S., Erosion of the land—or what’s happening to our continents? American Scientist 56:356–374, 1968. Zurück zum Text.
  15. Ref. 2, S. 266. Zurück zum Text.
  16. Das ist die obere Grenze für das Alter, das wahre Alter könnte weniger sein, wie z.B. das biblische Alter von etwa 6.000 Jahren. Zurück zum Text.
  17. Übernommen von Roth, Ref. 2, S. 264. Zurück zum Text.

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