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Inselberge

Indizien für ein schnelles Abfließen des Wassers der Sintflut

von
übersetzt von Markus Blietz

Bildquelle—©surz/123RF15244Ayers-rock
Abbildung 1. Uluru (Ayers Rock), Zentralaustralien.

Als die Kontinente der Welt in der Sintflut angehoben wurden, wurden sie dabei stark erodiert.1 Während dieser massiven Erosion wurden die Gesteine, die nicht pulverisiert wurden, Hunderte von Kilometern in Richtung der Ozeane transportiert.2 Die enorme Kraft des zurückweichenden Wassers, das die Oberflächen, über die es strömte, unerbittlich abrasierte, hinterließ große flache Areale, die als Planationsflächen bekannt sind,3 zusammen mit den großen Steilhängen an den Küsten,4 großen natürlichen Brücken und freistehenden Bögen. Wissenschaftler, die konventionelle Geomorphologie5 studieren, finden all diese Merkmale rätselhaft, weil sie die Sintflut ignorieren und sich nur auf langsame Erosion über Millionen von Jahren verlassen, was aber nicht funktioniert.6

Das Rätsel der Inselberge

Hochragende Erosionsreste sind ein weiteres Merkmal, das säkularen Wissenschaftlern Rätsel aufgibt.7 Obwohl es auch andere Bezeichnungen für solche markanten Überbleibsel der Erosion gibt, werden sie allgemein als „Inselberge“ bezeichnet. Ein Inselberg ist: „Ein markanter, isolierter, circumdenudierter [d. h. alles darum herum ist weg erodiert; Anm. d. Übers.] Höcker, Hügel oder kleiner Berg, üblicherweise geglättet und abgerundet, der sich abrupt von einer tiefliegenden Erosionsfläche erhebt und von dieser umgeben ist … „8 Die Planationsfläche, die die Struktur gewöhnlich umgibt, stellt das flache „Meer“ dar, aus dem die isolierte Struktur herausragt wie eine ozeanische Insel.

Bildquelle—©Nicola Colombo/123RF15244Spitzkoppe
Abbildung 2. Spitzkoppe in der Namib-Wüste von Namibia; mit 600 Metern über der umgebenden Ebene ist sie eine der höchsten Inselberge Afrikas.

Beeindruckende Inselberge

Tausende von hohen Inselbergen gibt es auf allen Kontinenten. Der Uluru (Ayers Rock) in Zentralaustralien ist einer der berühmtesten.9 Er erhebt sich 350 Meter über einen flachen Wüstenboden (Abbildung 1). Seine Ost- und Nordkanten werden von einem verschütteten Pediment flankiert (d. h. einer durch Wasser gebildeten Planationsfläche am Fuße eines Berges, eines Gebirges oder eines Bergrückens). Uluru ist ein Überbleibsel der Oberflächenerosion, das aus einem riesigen Sandsteinkörper herausgeschnitten wurde, der sich etwa 6.000 m unter der Oberfläche fortsetzt. Die Sandsteinschichten des Uluru verlaufen fast senkrecht,10 was darauf hindeutet, dass das Gestein nach oben gekippt und erst anschließend erodiert wurde, so dass der Erosionsrest übrig blieb. Der Ursprung des Uluru bleibt für die konventionelle Langzeitgeologie ein Rätsel, da sein Überleben nicht auf das Gestein selbst zurückzuführen ist [hartes Gestein überlebt bei Erosion länger; Anm. d. Übers.]. Tatsächlich besteht er größtenteils aus feldspatreichem „Arkose“-Sandstein, und Feldspat wäre zu Ton verwittert, wenn er Millionen von Jahren exponiert gewesen wäre.10 Einem säkularen Wissenschaftler zufolge „bleiben die frühe geomorphologische Geschichte und die wesentlichen Gründe für die Existenz des Ayers Rock [Uluru] unklar, obwohl verschiedene Erklärungsmöglichkeiten vorgeschlagen wurden.“11

Zu den anderen bemerkenswerten Inselbergen gehört die Spitzkoppe (Abbildung 2), die etwa 600 m über der Namib-Wüste im südwestlichen Afrika aufragt.12 Diese Wüste ist eine kiesbedeckte, ebene Fläche in Namibia, westlich des „Great Escarpment“ im südlichen Afrika.

Der berühmte, 400 m hohe Zuckerhut und andere Granitreste (Überbleibsel der Erosion) am Rande des Hafens von Rio de Janeiro in Brasilien sind ebenfalls Inselberge.

Bildquelle—©email4nick/123RF15244Tower-karst
Abbildung 3. Turmkarst um eine Biegung des Lijiang-Flusses, Guilin, China.

Stone Mountain, Georgia, ist einer der bekanntesten Inselberge im Osten der USA.

Im Südwesten der USA befindet sich im Monument Valley an der Grenze zwischen Utah und Arizona eine beeindruckende Gruppe von Inselbergen. Diese sedimentären Erosionsreste ragen etwa 300 m über das breite Tal hinaus.

Ein ungewöhnlicher und besonders schöner Typ von Inselberg, der aus Kalkstein geformt wurde, wird „Turmkarst“ genannt. Die beeindruckendsten Beispiele finden sich in China (Abbildung 3) und Südthailand.

Inselberge können nicht Jahrmillionen alt sein

Inselberge waren einst unter der Erdoberfläche begraben. Als die umgebende Landschaft erodiert wurde, blieb das widerstandsfähigere Material in Form von hoch aufragenden Strukturen zurück. Interessanterweise verwittern viele Inselberge heute relativ schnell.10,13 Nach konventionellen geologischen Überlegungen müssten sie im gleichen Tempo wie die umgebende Landschaft verwittert sein und daher ihre große Höhe verloren haben. Inselberge werden auf ein Alter von vielen Millionen bis zu mehreren zehn Millionen Jahren „datiert“; einige sollen sogar älter als 100 Millionen Jahre sein.13 Es macht keinen Sinn, dass die umliegende Landschaft über Millionen von Jahren um Hunderte von Metern abgetragen wurde, während der Inselberg in all dieser Zeit kaum Anzeichen von Erosion aufweist.

Bildquelle—©Steven Frame/123RF15244Devils-Tower
Abbildung 4. Devils Tower, Wyoming, USA – beachten Sie die vertikalen Risse, die zu einer schnellen Erosion durch den Frost-Tau-Mechanismus führen.

Ein solch radikales Missverhältnis in der Erosion, wenn man Millionen von Jahren annimmt, wird am Devils Tower, Wyoming, USA, dramatisch demonstriert. Dieser hohe, steilwandige Eruptivkörper steht etwa 400 m über dem nahe gelegenen Fluss (Abbildung 4).14 Aufgrund seiner vertikalen Risse und der Frost-Tau-Verwitterung fallen ständig Blöcke ab. Er erodiert schnell, und doch soll er 40 Millionen Jahre alt sein. Interessanterweise hat sich die Breite des Devils Tower in all dieser angeblichen Zeit anscheinend kaum verändert,15 obwohl Hunderte von Metern an Material von der umliegenden Landschaft weg erodiert wurden. Die Anomalie ist besonders eklatant, da die Schwerkraft bewirkt, dass vertikale Flächen viel schneller erodieren als horizontale Flächen.

Ein weiteres Beispiel ist der Navajo Mountain nahe der Grenze zwischen Utah und Arizona. Er liegt etwa 130 Kilometer nordöstlich des Grand Canyon und befindet sich etwa 3.200 m über dem Meeresspiegel. Der Navajo Mountain ist eine vulkanische Masse, die sich innerhalb von Sedimentgestein gebildet hat. Heute erhebt er sich etwa 1.800 m über das umgebende Sedimentgestein. Wenn wir von der säkularen Interpretation ausgehen, ist es sehr seltsam, dass das gesamte Sedimentgestein um den Navajo Mountain herum weg erodiert wurde, der Berg selbst aber nicht.

Ein Mysterium für die Langzeitgeologie

Trotz mehrerer Hypothesen ist die Entstehung und das vermeintlich lange Überleben von Inselbergen ein Rätsel für das säkulare Modell. Die Geomorphologen Twidale und Bourne stellen fest: „Dass ein Inselberg so lange überleben könnte, wie hier suggeriert wird, erfordert eine beträchtliche mentale Kraftanstrengung.“16 Später gaben sie zu, dass alle Hypothesen, die versuchen, die Exposition von Landformen für zig Millionen Jahre zu erklären, das Altersproblem nicht lösen können:

„Verschiedene Mechanismen und Faktoren sind zur Erklärung solcher sehr alter Paläo-Landformen vorgeschlagen worden (ungleichmäßige Prozesse, Verstärkungsmechanismen, Stabilität von Gesteinen im trockenen Zustand) … aber sie verringern die Probleme nur etwas, können sie aber nicht lösen.“17
Bildquelle—Mike Oard.15244Steamboat-rock
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Abbildung 5. Der 275 Meter hohe Steamboat [Dampfschiff] Rock ist ein erosionsbedingtes Überbleibsel von Basaltlava im Upper Grand Coulee, Washington – die Lava um den Steamboat Rock herum wurde innerhalb weniger Tage von der Lake Missoula Überschwemmung weg erodiert.

Inselberge – Starke Indizien für das abfließende Wasser der Sintflut

Es ist allgemein bekannt, dass Überschwemmungen erosionsbedingte Überreste hinterlassen.18 Der Steamboat Rock (Abbildung 5) im oberen Grand Coulee ist ein 275 m hoher erosionsbedingter Überrest der riesigen Überschwemmung, die durch den Lake Missoula in der Eiszeit verursacht wurde.19 Die Missoula Flut liefert ein weiteres Indiz dafür, dass Überschwemmungen Inselberge erzeugen und dass die Erosion schnell vonstatten gehen muss, sonst gäbe es gar keine Inselberge.

So wie andere Fluten erosive Überreste hinterlassen haben, so hat auch das abfließende Wasser der Sintflut Tausende von Inselbergen auf der Erdoberfläche hinterlassen. Dieses Phänomen kann nicht durch langsame Erosion über Millionen von Jahren erklärt werden.

Literaturangaben

  1. Oard, M.J., Massive Erosion der Kontinente demonstriert das Abfließen des Wassers der Sintflut (Massive erosion of continents demonstrates Flood runoff), Creation 35(3):44–47, 2013; creation.com/massive-erosion-der-kontinente. Zurück zum Text.
  2. Oard, M.J., Weit verstreute Findlinge offenbaren die Sintflut (Long-distance boulder deposits reveal Noah’s Flood), Creation 38(3):24–27, 2016. Zurück zum Text.
  3. Oard, M.J., Testimony to the Flood; a remarkable planation surface in Canada, Creation 38(4):26–28, 2016. Zurück zum Text.
  4. Oard, M.J., Große küstennahe Steilstufen entstanden durch das abfließende Wasser der Sintflut (Coastal great escarpments caused by flood runoff), Creation 37(4):46–48, 2015; creation.com/grosse-kuestennahe-steilstufen. Zurück zum Text.
  5. Das Studium der Eigenschaften der Oberfläche der Erde. Zurück zum Text.
  6. Oard, M.J., Flood by Design: Receding Water Shapes the Earth’s Surface, Master Books, Green Forest, AR, 2008. Zurück zum Text.
  7. Twidale, C.R., The evolution of bornhardts, American Scientist 70(3):268–276, 1982. Zurück zum Text.
  8. Neuendorf, K.K.E., Mehl, Jr., J.P., and Jackson, J.A., Glossary of Geology, 5th ed., American Geological Institute, Alexandria, VA, p. 328, 2005. Zurück zum Text.
  9. Snelling, A., Der Ursprung des Ayers Rock (The origin of Ayers Rock), Creation 7(1):6–9, 1984; creation.com/der-ursprung-des-ayers-rock. Zurück zum Text.
  10. Twidale, C.R., On the origin of Ayers Rock, Central Australia, Zeitschrift für Geomorphologie N. F. 31:177–206, 1978. Zurück zum Text.
  11. Twidale, Ref. 10, p. 203. Zurück zum Text.
  12. Matmon, A., Mushkin, A., Enzel, Y., Grodek, T., and the ASTER Team, Erosion of a granite inselberg, Gross Spitzkoppe, Namib Desert, Geomorphology 201:52–59, 2013. Zurück zum Text.
  13. Jeje, L.K., Inselberg’s evolution in a humid tropical environment: the example of South Western Nigeria, Zeitschrift für Geomorphologie N. F. 17:194–225, 1973. Zurück zum Text.
  14. Oard, M.J., Devils Tower can be explained by floodwater runoff, J. Creation 23(2):124–127, 2009; creation.com/landscape-erosion. Zurück zum Text.
  15. Závada, P., Dĕdeček, P., Lexa, J., and Keller, G.R., Devils Tower (Wyoming, USA): A lava coulee emplaced into a maar-diatreme volcano? Geosphere 11(2):354–375, 2015. Zurück zum Text.
  16. Twidale, C.R. and J.A. Bourne, Episodic exposure of inselbergs. GSA Bulletin 86:1,480, 1975. Zurück zum Text.
  17. Twidale, C.R. and Bourne, J.A., Origin and age of bornhardts [dome-shaped inselbergs], southwest Western Australia, Australian J. Earth Sciences 45:913, 1998. Zurück zum Text.
  18. Figure 1 in Oard, M.J., Retreating Stage formation of gravel sheets in south-central Asia, J. Creation 25(3):68–73, 2011 (creation.com/south-asia-erosion) shows erosional remnants left in a field after erosion by a flood. Zurück zum Text.
  19. Oard, M.J., DVD: The Great Missoula Flood: Modern Day Evidence for the Worldwide Flood, Awesome Science Media, Canby, OR, 2014. Zurück zum Text.

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