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Wer erschuf Gott?

von
übersetzt von Paul Mathis

Eine unlogische Frage

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Wenn ein Schöpfergott von einem Schöpfer gemacht worden sein muss, dann würde dieser Schöpfer auch einen Schöpfer brauchen, der einen Schöpfer braucht … wie eine unendliche Kette von umstürzenden Dominosteinen, was unmöglich ist.

Diese Frage ist ein Haupteinwand, den Atheisten vorbringen, um ihren Unglauben zu rechtfertigen. Bertrand Russell (1872-1970), ein berühmter britischer Philosoph, hat dies in seiner einflussreichen kleinen Abhandlung „Why I am not a Christian“ [Warum ich kein Christ bin, Anm. d. Übers.] als ersten Einwand vorgebracht.1 Die heutigen Atheisten wiederholen diesen Einwand, darunter Richard Dawkins („Der Gotteswahn“) und der Australier Philip Adams, der auf dem Global Atheists’ Congress 2010 in Melbourne sagte:

„Das große Argument für Gott war, dass es eine Schöpfung geben musste, einen Anfang. … Aber mein Einwand war ein einfacher. Wenn Gott der Anfang war, wer erschuf Gott?“ 2

Das Universum hatte einen Anfang; fast niemand bestreitet dies, denn die Gesetze der Thermodynamik verlangen es. Das Universum läuft ab [wie ein Uhrwerk, Anm. d. Übers.], und es kann nicht ewig abgelaufen sein, sonst wäre es bereits abgelaufen. Die Sterne würden nicht mehr leuchten und wir wären nicht mehr hier.

Einige haben vorgeschlagen, dass ein Universum ein anderes Universum zur Welt bringt, aber auch hier kann es keine unendliche Reihe solcher Geburten und Todesfälle geben, da jeder Zyklus weniger Energie zur Verfügung haben müsste als der letzte, und wenn dies unaufhörlich geschehen wäre, wäre der Tod von allem bereits eingetreten.

Es muss einen Anfang gegeben haben

Dieses Kausalitätsprinzip ist so grundlegend, dass, wenn ich sagen würde, dass der Stuhl, auf dem Sie sitzen und der einen Anfang gehabt haben muss, gerade ohne Grund einfach so aufgetaucht ist, Sie berechtigterweise meinen könnten, ich bräuchte eine psychiatrische Diagnose!

Eines der fundamentalsten Prinzipien der Logik, Wissenschaft und Realität ist das Prinzip der Kausalität: Etwas, das einen Anfang hat, hat auch eine ausreichende Ursache. Das Prinzip ist nicht: „Alles hat eine Ursache“. Bertrand Russell hat es falsch formuliert. Nein, das Prinzip ist: „Alles, was einen Anfang hat, hat eine ausreichende Ursache“. Nur ein Moment des Nachdenkens bestätigt dies. Etwas, das keinen Anfang hatte, benötigt keine Ursache. Außerdem muss eine Ursache ausreichend oder adäquat sein. „Du wurdest in einem Kohlfeld gefunden“ ist keine ausreichende Erklärung für Deine Existenz!

Dieses Kausalitätsprinzip ist so grundlegend, dass, wenn ich sagen würde, dass der Stuhl, auf dem Sie sitzen und der einen Anfang gehabt haben muss, gerade ohne Grund einfach so aufgetaucht ist, Sie berechtigterweise meinen könnten, ich bräuchte eine psychiatrische Diagnose!

Die heutigen Atheisten, die gerne Worte wie „rational“, „vernünftig“ und „wissenschaftlich“ verwenden, um ihre Glaubensüberzeugungen zu beschreiben, glauben, dass der größte Anfang von allem, nämlich der des Universums, überhaupt keine Ursache hatte! Einige geben zu, dass es ein Problem ist, aber sie behaupten, dass die Aussage „Gott hat es erschaffen“ auch nicht ausreicht, weil man dann erklären muss, woher Gott kam. Aber ist das ein berechtigter Einwand?

Wie muss die Ursache des Universums gewesen sein?

Die Ursache des Universums muss immateriell gewesen sein, denn wenn die Ursache materiell und somit natürlich wäre, würde sie den gleichen Zerfallsgesetzen unterliegen wie das Universum. Das bedeutet, dass diese Ursache einen Anfang haben müsste, und somit hätten wir das gleiche Problem wie bei den Zyklen von Geburt und Tod der Universen. Die Ursache für den Beginn des Universums muss also übernatürlich gewesen sein, das heißt nichtmateriell oder geistig; eine Ursache außerhalb von Raum, Materie und Zeit. Eine solche Ursache würde nicht dem Gesetz des Verfalls unterliegen und somit keinen Anfang haben. Das bedeutet, dass die Ursache ewig und geistig, also nichtmateriell war.

Außerdem musste die Ursache des Universums unglaublich mächtig sein; die schiere Größe und Energie, die das Universum ausmachen, sprechen beide von dieser Kraft. Es musste eine ausreichende Ursache gegeben haben.

Das klingt für mich nach dem Gott der Bibel. Die Bibel offenbart den Schöpfer des Universums als:

  • ewig
Ehe die Berge wurden und du die Erde und den Erdkreis hervorbrachtest, ja, von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du Gott! (Psalmen 90,2 )
  • allmächtig
Dein, o HERR, ist die Majestät und die Gewalt und die Herrlichkeit und der Glanz und der Ruhm! Denn alles, was im Himmel und auf Erden ist, das ist dein. Dein, o HERR, ist das Reich, und du bist als Haupt über alles erhaben! Reichtum und Ehre kommen von dir! Du herrschst über alles; in deiner Hand stehen Kraft und Macht; in deiner Hand steht es, alles groß und stark zu machen! (1 Chronik 29,11-12 )
  • Geist (immateriell)
Gott ist Geist, und diejenigen, die Ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. (Johannes 4,24 )

Bedenken Sie, dass es in der Bibel heißt: „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde“ (1. Mose 1,1 ). Hier hat Gott die Zeit selbst geschaffen. Nur wer außerhalb der Zeit, also zeitlos oder ewig ist, kann dies tun.

Außerdem musste die Ursache des Universums unglaublich mächtig sein; die schiere Größe und Energie, die das Universum ausmachen, sprechen beide von dieser Kraft. Es musste eine ausreichende Ursache gegeben haben.

Nun zu fragen, woher jemand kommt, der ewig ist, jemand, der keinen Anfang hatte, („Wer schuf Gott?“), ist wie die Frage: „Mit wem ist der Junggeselle verheiratet?“ Es ist eine irrationale Frage.

Die Bibel entspricht der Realität, was nicht verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass sie behauptet, vom Schöpfer selbst zu sein.

Zwei „große Anfänge“ – ohne jegliche Ursache!

Diejenigen, die den Schöpfer ablehnen, müssen nicht nur glauben, dass die Materie ohne Grund entstanden ist, sondern auch glauben, dass das Leben selbst ohne eine angemessene Ursache entstanden ist.

Selbst das einfachste einzellige Leben ist erstaunlich komplex. Ein bescheidenes Bakterium ist voll von unglaublich hochentwickelten Nanomaschinen, die es zum Leben braucht.3 Eine Zelle benötigt ein Minimum von über 400 verschiedenen Proteinen, um die Maschinen herzustellen, die für das Leben absolut notwendig sind.4 Wie könnten sich diese proteinbasierten Maschinen selbst herstellen? Selbst wenn alle richtigen Zutaten (20 verschiedene Aminosäuren) sich selbst herstellen könnten, müssten die Aminosäuren, oft Tausende von ihnen, erst in der richtigen Reihenfolge miteinander verbunden werden, damit jedes Protein funktioniert.

Denken Sie nur an eine einzige essentielle Maschine, die die DNS-Anweisungen zur Herstellung jedes Proteins kopiert.5 Dann nehmen wir nur eine einzige Proteinkomponente dieser Maschine (weniger als 10% der Gesamtmenge). Dieses Protein ist 329 Aminosäuren lang. Wie hoch wäre die Chance, dieses eine Protein durch Zufall zu erhalten – vorausgesetzt, dass die richtigen, und zwar nur die richtigen, Aminosäurebestandteile vorhanden sind? Berechnen Sie es wie folgt: 1/20 x 1/20 x 1/20 x 1/20 x 1/20 … 329-mal!6 Dies ist eine Wahrscheinlichkeit von 1 zu 10428 … eine Zahl mit 428 Nullen nach der 1! Selbst wenn jedes Atom im Universum (1080, eine Zahl mit 80 Nullen) ein Experiment für jede mögliche molekulare Schwingung (1012 pro Sekunde) für das vermeintliche evolutionäre Alter des Universums (14 Milliarden Jahre = 1017 Sekunden) darstellte, würde dies „nur“ 10109 Experimente ermöglichen – viele Größenordnungen kleiner als die Zahl, die benötigt wird, um nur einen Hauch der Chance zu haben, nur dieses eine Protein zu bilden,7 geschweige denn die über 400 anderen.

Wir staunen über die Wissenschaftler, die die Nanotechnologie in den Lebewesen entdecken – und es ist auch eine erstaunliche Leistung. Aber was ist mit dem Einen, der diese Dinge erfunden hat? Wie viel intelligenter ist Er?

Es ist kein Wunder, dass Richard Dawkins zugibt, dass Wissenschaftler möglicherweise nie herausfinden werden, wie das Leben durch natürliche Prozesse entstehen konnte. Dennoch lehnt er die Schöpfungserklärung aus dem obigen trügerischen Grund ab.

Welche Art von Ursache ist nun ausreichend, um den Ursprung des Lebens zu erklären? Die Ursache muss unglaublich intelligent sein – weit über unsere Intelligenz hinaus. Wir staunen über die Wissenschaftler, die die Nanotechnologie in den Lebewesen entdecken – und es ist auch eine erstaunliche Leistung. Aber was ist mit dem Einen, der diese Dinge erfunden hat? Wie viel intelligenter ist Er? Das erinnert mich an eine andere Eigenschaft des Gottes, den die Bibel offenbart: Er ist allwissend. Siehe Psalmen 139, 2-6 Jesaja 40,13-14 .

Aus der Schöpfung wissen wir genug über den Schöpfer, um „ohne Entschuldigung“ zu sein. Römer 1,18-22  besagt:

„Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten, weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen offenbar gemacht hat; denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, sodass sie keine Entschuldigung haben. Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in nichtigen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden.“

Und hier erklärt die Bibel, warum ansonsten intelligente Menschen sich dazu entschließen, unmögliche Dinge zu glauben: Nämlich, dass das Universum und das Leben einfach ohne adäquate Ursache entstanden sind. Sie beschließen, unlogischer Weise, zu akzeptieren, dass die beiden „großen Anfänge“ keine ausreichenden Ursachen hatten, anstatt ihren Schöpfer anzuerkennen und zu ehren.

Literaturangaben und Anmerkungen

  1. Bertrand Russell wird für seine Fähigkeiten in Logik und Philosophie, insbesondere in der Mathematik, respektiert, aber diese Schimpftirade gegen Gott ist überhaupt nicht logisch. Zurück zum Text.
  2. Adams, P., The atheist delusion [Der atheistische Wahn, Anm. d. Übers.] (eine bearbeitete Version einer Rede, die Phillip Adams auf der Global Atheist Convention 2010 gehalten hat); abc.net.au/news/stories/2010/03/19/2850137.htm. Zurück zum Text.
  3. Smith, C., Fantastic voyage: Can the theory of evolution stand the test of modern science?, Creation 30(1):20–23, 2007; creation.com/fantastic-voyage. Zurück zum Text.
  4. Dies ist das Minimum für die Selbstreproduktion des Lebens, die notwendig ist, bevor die Evolution überhaupt theoretisch beginnen kann. Siehe Sarfati, J., How simple can life be? 14. Februar 2006. creation.com/how-simple-can-life-be. Zurück zum Text.
  5. RNA-Polymerase; siehe www.mun.ca/biochem/courses/3107/Lectures/Topics/RNAP_bacterial.html. Zurück zum Text.
  6. Es gibt eine kleine Flexibilität in der Reihenfolge, so dass es etwas weniger als 329 sein könnte, aber nicht viel weniger, und ich habe nur 10% einer molekularen Maschine ausgewählt, um den Gedanken zu illustrieren. Für eine detaillierte Studie, wie viel Flexibilität es in der Aminosäurenreihenfolge für ein funktionelles Protein gibt, siehe: Truman, R., The ubiquitin protein: chance or design? Journal of Creation 19(3):116–127, 2005; creation.com/ubiquitin. Zurück zum Text.
  7. Selbst wenn das Universum 10 mal größer und 10 mal älter wäre, wären dies nur 10112 Experimente. Egal, wie man an den Zahlen rüttelt, die Anzahl der möglichen Experimente ist viel zu gering. Zurück zum Text.

Helpful Resources

Christianity for Skeptics
by Drs Steve Kumar, Jonathan D Sarfati
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US $10.00
The Creation Answers Book
by Various
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US $10.00